Entwieklmigsanoimdien; moralisches Irresein.
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Freiheit, wenigstens in der Familienpdege, wiederzugeben.Weniger zugänglich ist im Allgemeinen die Gefühlssphäreden» pädagogischen Einwirkungen, doch vermag zweifelloseine liebevolle, geduldige, aber konsequente, nicht weichlicheErziehung manche Schroffheiten und Bosheiten des Cha-rakters zu mildern und demselben eine grössere Festigkeitund Geschlossenheit zu geben, als er im Laufe der natür-lichen Entwicklung oder gar unter ungünstigen Einflüssengewonnen haben würde.
Abgesehen von dieser Pädagogik, die ein wichtigesGebiet der irrenärztlichen Behandlung bildet und sich ganzden individuellen Verhältnissen anzupassen hat, kann voneiner eigentlichen Therapie jener Zustände kaum dieBede sein. Wo man Anlass hat, an eine syphilitischeGrundlage der Idiotie zu denken, kann inan, allerdingsohne sonderliche Aussicht auf Erfolg, ein darauf gerichtetesVerfahren einleiten. Wichtiger ist die Behandlung beglei-tender Epilepsie. Die Anfälle derselben haben nament-lich im jugendlichen Alter bisweilen einen raschen Fort-schritt der Verblödung zur Folge, den man durch die syste-matische Darreichung des Bromkalium bis zu einem ge-wissen Grade hiutanhalten kann. Dem endemischen Kre-tinismus ist nur prophylaktisch durch Verbesserung derhygienischen und socialen Verhältnisse, wie durch Kreuzungmit gesunden Individuen zu begegnen.
Niclit selten wird die Aufnahme dieser Schwachsinns-formen in die Anstalt nothwendig werden, um sie vor ihreroft unverständigen Umgebung und diese letztere vor ihrengefährlichen Handlungen zu schützen, oder um die Hiilflosenund Gebrechlichen zu verpflegen. Ausser den allgemeinenKegeln der Anstaltsbehandlung überhaupt, Beschäftigung,guter Ernährung, Ueherwacliung und humaner Disciplin,sind hier meist keine besonderen Indikationen zu erfüllen.
B. Moralisches Irresein.
Nicht immer ist bei den psychischen Schwächezustän-den die Unzulänglichkeit der Leistlings- oder Widerstands-fähigkeit nach allen Richtungen des Seelenlebens hin