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IV. Periodische Geistesstörungen.
weilen selbst abnorm gesteigerten Appetites eine Abnahme;es besteht regelmässig die schon früher besprochene, centralbedingte Unempfindlichkeit gegen unangenehme äussereEindrücke und Gemeingefühle. Ausserdem werden in ein-zelnen Fällen verschiedenartige nervöse und vasomoto-rische Erscheinungen beobachtet, Fluxionen, Kälte derExtremitäten, Vermehrung der Urin- und Schweisssekretion,Salivation, Innervationsstörungen an der Iris u. dergl.
Das Zurücktreten des maniakalischen Paroxysmusvollzieht sich in der Regel ziemlich rasch, doch pflegt häufig,namentlich bei den länger dauernden Anfällen, eine leichteErregung, Erhöhung der gemüthlichen Reizbarkeit mitNeigung zu unmotivirteii Affekten noch einige Zeit zurück-zubleiben, wenn auch die stürmischen Erscheinungen bereitsgeschwunden sind. Es findet hier eben ein allmähliche^Abklingen der krankhaften .Störungen statt, die sich imGefühlsleben länger nachweisen lassen, während auf demGebiete der Intelligenz die Erfahrung gesunder Tage bereitskorrigirend eingetreten ist. Bei kurzer Dauer der Anfälleist der Uebergang in die Remission meist ein jäherer unddurchgreifenderer. Der Kranke wird plötzlich, bisweilenvon einem Tage zum andern, ruhig, still, in sich gekehrt,selbst etwas blöde; er giebt einsilbige Antworten, erscheintdeprimirt und fängt an, sich wieder in angemessener Weisezu beschäftigen. Im weiteren Verlaufe wird die Stimmungwieder freier; der Kranke erinnert sich seiner krankhaftenHandlungen wol, spricht aber zunächst nicht gern darüber.Nicht selten fehlt auch jetzt noch eine ganz klare Einsichtin die pathologische Natur des überstandenen Anfalles.
Ist das Intervall kurz, so führt dieser Zustand un-mittelbar wieder in den neuen Paroxysmus hinüber; imandern Falle pflegt sich nach und nach ein relativ normalespsychisches Verhalten mit Krankheitseinsicht herzustellen.Dennoch ist eine leichte Herabsetzung der psychi-schen Arbeitskraft, Unfähigkeit zu bedeutenderen undanhaltenderen intellektuellen Leistungen, zu dauernder An-spannung der Aufmerksamkeit und origineller geistiger Ver-arbeitung, eine ebenso regelmässige Begleiterscheinung dieserRemissionsstadien, wie eine Verminderung der gemiitli-