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III. Aufregungszustände.
sowie im Intermittensanfalle, die wesentlich auf einer In-toxikation zu beruhen scheinen und sich durch heftigeAngstzustände auszeichnen. Furibunde Delirien pflegen inKrankenhäusern mit der Zwangsjacke behandelt zu werden;in der Irrenanstalt gelingt es unter dem Beistände einesruhigen und gewandten Personals regelmässig, mit der ein-fachen hydropathischen Fiebertherapie durchzukonnnen.Medikamentöse Mittel, insbesondere Morphium und Cbloral-liydrat erweisen sich meist nicht von erheblichem Nutzen,dürften im Gegentheil nicht selten geradezu schädlichwirken. Bei drohendem Kollapse sind Stimulantien (Alko-liolica, Kampher etc.), nach dem Fieberabfalle ist eineroborirende Behandlung am Platze.
Delirium aleoliolieum. Auf der Grundlage des chro-nischen Alkoholismus entwickelt sich ungemein häufig eineigenthümlicher Aufregungszustand, der eine sehr grossepraktische Bedeutung besitzt: das Delirium tremenspotatorum. Dasselbe ist psychologisch charakterisirt durchdie begleitenden, sehr deutlich ausgeprägten Sinnestäu-schungen bei mässiger Bewusstseinstrübung, somatischdurch die mannigfachen sensorischen und motorischen Stö-rungen des chronischen Alkoholismus, vor Allem durch denTremor, der ihm den Namen gegeben hat. Das Deliriumtremens tritt nur bei habituellen Säufern, am häufigstenhei Gelegenheit einer akuten Erkrankung, einer Ver-letzung, gehäufter Excesse oder ähnlicher schwächenderMomente auf.
Nach einem, meist einige Tage dauernden, Vorstadiumerhöhter psychischer (unruhiger Schlaf, Verstimmtheit,Schreckhaftigkeit) und sensorieller (Hyperästhesien, subjek-tive Geräusche, Blitze) Erregbarkeit gelangt in rascherSteigerung der Symptome das volle Krankheitsbild zur Ent-wicklung. Die Wahrnehmung der Aussenwelt wird durchzahlreiche illusionäre und hallucinatorische Sinnestäuschungen,besonders des Gesichts, verfälscht, die Anfangs nur desNachts, dann aber auch bei Tage hervortreten und denKranken lebhaft beschäftigen. Diese Phantasmen sind vongrosser sinnlicher Deutlichkeit, vielfach schreckhaften undunangenehmen Inhaltes. Meist sehen die Kranken massenhafte