Sonnamlmlismus.
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einer, wenn auch nur dunklen, Ueberlegung verratlien. DieSicherheit, mit welcher Nachtwandler sich manchmal inschwierigen Situationen, bei Wanderungen auf den Dächern,bewegen, geht lediglich aus der unvollkommenen Auffassungihrer Lage hervor, welche ihnen die Gefährlichkeit der-selben nicht zum Bewusstsein kommen lässt und somit dieEntstehung der ängstlichen Alfekte hindert, durch die jalediglich unsere Unsicherheit bei schwindelerregenden Pas-sagen bedingt wird. In seltenen Fällen erheben sich dieLeistungen von Nachtwandlern über diese einfachen Vor-gänge hinaus zu höheren psychischen Verrichtungen. Eswerden Beispiele erzählt, in denen man mit derartigenIndividuen lange Gespräche über gleichgültige Dinge führenkonnte, in denen Gedichte angefertigt, Recepte ausgeführtund Aufgaben gelöst wurden. Eine solche Intensität derStörung dürfte wol fast immer schon als pathologisch (epi-leptoid) aufzufassen und zu behandeln sein.
Meist genügt schon ein blosses Anreden, besondersdie Namensnennung (Hervortreten des Selbstbewusst-seins), um den Nachtwandler aus seinem Zustande zu er-wecken, sicher aber Anspritzen mit kaltem Wasser und' ähnliche stärkere Reize. Aus naheliegenden Gründen mussman sich hüten, das Erwachen in irgend einer gefährlichenSituation herbeizuführen, weil die sich sofort einstellendenlebhaften Affekte dem Gefährdeten die Sicherheit der Be-wegung alsbald rauben. Ausgedehntere Anfälle von Son-nambulismus machen sich am nächsten Morgen beim Er-wachen gewöhnlich durch das Gefühl einer gewissen Er-mattung und Abgesclilagenheit bemerklich. Dabei ist dieErinnerung an die ausgeführten Handlungen vollständigerloschen und kann seihst durch die Wahrnehmung ihrerunzweifelhaften Spuren nicht wieder erweckt werden, einBeweis, dass die Bewusstseinsstörung hier eine viel tiefer-greifende ist, als im Hypnotismus.
Die Behandlung dieser Zustände wird notliwendig,wenn dieselben sehr häufig auftreten und dadurch unterUmständen allerlei Gefahren herbeiführen können. VorAllem wird dabei die nervöse Konstitution durch kräftigeErnährung, Regelung der Lebensweise, kalte Waschungen,