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Heilung.
günstiges Symptom, namentlich dann, wenn sie mit demNachlasse stürmischerer Erscheinungen von selber hervor-tritt. In manchen Fällen, allerdings nur dann, wenn einleichterer oder höherer Grad von Schwäche der Intelligenznebenbei besteht, kommt die Krankheitseinsicht erst sein-spät und zögernd zu Stande, nachdem im Uebrigen bereitssämmtliclie Symptome der Psychose sich vollkommen ver-loren haben.
Fast regelmässig, wenigstens bei allen länger dauern-den Geistesstörungen, geht mit der fortschreitenden Gene-sung auch eine körperliche Erholung, eine Zunahme desGewichtes, Besserung des Appetites und Schlafes und dasGefühl des Wohlseins einher, Anzeichen, die bei gleich-zeitigem Hervortreten günstiger psychischer Veränderungeneinen bedeutenden prognostischen Werth besitzen und haupt-sächlich mit einer Abnahme der gemüthlichen Erregung ininnerem Zusammenhänge zu stehen scheinen.
Vollständige Heilung einer Geisteskrankheit wird imAllgemeinen am leichtesten in den rüstigen Lebensalternund dort zu Stande kommen, wo ein vorübergehenderäusserer Anlass die Ursache des ganzen Leidens bildete.Je weniger die Bedingungen der Erkrankung in dem er-krankten Organismus selber liegen, desto rascher und voll-ständiger wird derselbe ceteris • paribus im Stande sein, diepathologischen Veränderungen auszugleichen und zum Nor-malzustände zurückzukehren. In der Tliat sehen wir dahernamentlich diejenigen ätiologischen Gruppen von Psychosendie günstigste Prognose darbieten, welche durch energischwirkende, aber gewöhnlich keine dauernde Veränderunghervorbringende Ursachen erzeugt werden (Vergiftungen,akute Krankheiten, Wochenbett, akute Affekte). Weit un-günstiger schon liegen die Verhältnisse dann, wenn dieKrankheitsursachen entweder bleibende organische Stö-rungen hinterlassen (Kopfverletzungen, Syphilis, Typhusbisweilen) oder aber, wenn sie durch längere Zeit hindurchstetig auf das Individuum einwirken und somit durch Ku-mulation ihres Einflusses nach und nach eine tiefere Ver-änderung in der psychophysischen Konstitution desselbenherbeiführen (chronische Affekte und Krankheiten, Alkoliolis-