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II. Allgemeine Symptomatologie.
sonstigen Bewusstseinsinhalte des Subjektes stehen, währenddie an der entgegengesetzten Seite unserer Skala befindlichenPerceptionsphantasmen begreiflicher Weise in der Regel nureinem einzelnen Sinnesgebiete anzugehören pflegen und demYorstellungsverlaufe gegenüber sich durchaus selbständigverhalten.
Eine interessante Illustration erhält die Theorie derSinnestäuschungen durch eine eigenthümliche Störung, dieman als „Doppeldenken“ bezeichnet hat. Sie besteht wesent-lich in dem liallucinatorischen Mitklingen der Ge-danken des Patienten. Unmittelbar an die auftauebendeVorstellung schliesst sich eine deutliche Gehörswahrnehmungdes gedachten Wortes. Am häufigsten tritt dieses Mit-halluciniren beim Lesen, etwas seltener beim Schreiben auf,also dann, wenn eine Vorstellung sich mit einer gewissenIntensität ins Bewusstsein drängt. Leises oder lautes Aus-sprechen der Worte bringt die liallucinatorischen Nachklängein der Regel zum Verschwinden. Stets bestehen ausserdemnoch anderweitige Gehörstäuschungen. Huppert hat dieseErscheinung auf eine Inkongruenz in dem hypothetischenZusammenwirken beider Hirnhemisphären zurückzuführen ge-sucht, doch scheint mir eine andere Erklärung ungleichbesser mit allen sonstigen Thatsachen im Einklänge zustehen. Wenn man nämlich die oben gegebenen Ausfüh-rungen acceptirt, so ist hier wegen des Bestehens von Ge-hörsliallucinationen eine erhöhte Reizbarkeit der centralenSinnesflächen anzunehmen, die sehr wol unter dem Einflüsseder Reperception zur fortlaufenden Entstehung von Trug-wahrnehmungen führen könnte, welche den Gedankengangdes Subjektes inhaltlich Schritt für Schritt verfolgen. DieAblenkung der centralen Erregungszustände auf motorischeBahnen scheint dann die centrifugale Reizung der Sinnes-flächen durch den Vorstellungsverlauf und somit die Ent-stehung des Doppeldenkens bis zu einem gewissen Gradeverhindern zu können.
Die grosse Schwierigkeit, Apperceptionshallucinationen,reproducirte Vorstellungen von fast sinnlicher Lebhaftigkeit,scharf von der wirklichen Wahrnehmung zu trennen, istdie Ursache, warum bei Geisteskranken gerade die Ver-