Druckschrift 
Bayerische Chronik
Entstehung
Seite
204
Einzelbild herunterladen
 

— 204 —

im lancl. Aus dem erwuechs ain grosse aufruer zwischen des a hertzogLudwigs und bertzog Hainrichs, hertzog Friderichs sun, ausNidern Bayren. Das fliegt sich also. Die zeit, als künig Sigmundmit allen cristenlichen fürsten zu Oostenz h in dem concilj was, kam esan einem tag, das der von Hohenlo, bischof zu Passaw den künig 5und etwo vil ander fürsten geladen hett. Als die zu der Wirtschaftkomen waren und hertzog Hainrich ainigc für den künig kam, doberüeft in hertzog Ludwig vor dem künig und andern fürsten für ainenrauber und jach, das er im sein veindt in seinem landt aufhielt, wannEbran 139,5 er hett Jörgep von Gundelfingen d eingeben den Wolfstain an iqder Yser°. Diser red schambte sich hertzog Hainrich und sprachnit mer, dann er sprach zu dem künig: Herr der künig, ir hört dieunpilüchen wort wol. Mit dem gieng er zu der tür aus haim an seinherberg. Nach dem hiess er im bei acht pferden satlen, und so hertzogLudwig auch zu der herberg wil reiten, so überreit f in hertzog Hainric h 15mit ainem erzognen swert und wolt (las durch in gestochen haben, alsauch das ains tails beschach, wann das er sich aus dem stich wandt,damit er dem tod entran. Er ward auch sunst ain wenig wundt indas haubt.

Ebran 138,26 333. [T. 124*. R 408.] Mit dem hueb sich hertzog Hainrich 20

eilend 8 aus der stat. Als aber das geschrai für den künig kam, dererzürnet des zumal ser, schlief dem fürsten nach zu eilen den grafenvon Swartzburg. Als das nicht verfieng, do sass der künig mit denfürsten zu gericht in mainnng, hertzog Hainrich abzuwerfen undkünden von seinem landt. Als des h gewaret burggraf Friderich von 25Nürmberg', der kniete nider für den künig und pat, das er dissgericht aufschub, bis man Bach, wie sich die ding umb hertzog Ludwiganrichten. Mit dem plaib das auch ansteend K Ais nn hertzog Lndw igseiner wunden genesen was und wider haim kam, da hueben sich anvil verderblicher krieg, wann vil herren wider in waren, sunder hertzog 30Johanns mit seinen sünen hertzog Ernst und hertzog Wilhalmhertzog Hainrich aus Nidern Bayren, burggraf Friderich vonNürmberg, der bischof von Eystet, der von Passaw 1 und sunstvil herren, ritter und knecht. Da wurden im angewunnen etlich stetund slösser. Nach dem begab sich, das er seines suns ungnad gewan; 35der nam do etwo vil stet und slösser ein wider den willen seins vatters.Des gehalf im marggraf Alb recht von Brandenburg, wann er hettdes marggrafen swester. Er belegte seinen vatter hertzog Ludwigenzu Newnburg ' und lag dar vor xviij wochen. Zu dem jüngstem gewaner die stat mit stürm und vieng do seinen vatter. lind nicht lang 40darnach starb der jung hertzog Ludwig, den man nant pugkl, wann

a des fehlt P. h Costnitz H. 0 auch V, ein W. <l Gundolfing P W.o ain meyll wegs vnnder der Stat Lanndshut fügt hinzu, H. f So alleHdschrr. K eilend fehlt T. h das V W. i Nürnberg P. k ansten W. ] Neuburg T. 45

1 Wohl ein Irrtum Füctrcrs. Gregorius de Hohenloch, espisc. Patav.f 8. August 1423 (vgl. Andreas 464,25) ivird nirgends unter den FeindenLudwigs erwähnt; Filetrer scheint hier irrtümlich die Feindschaft seinesNachfolgers, Leonhard Laymingers (Andreas 586,42) vom Jahre 1436 auf1422 %u beziehen. 50