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Bayerische Chronik
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Andreas 649,23 332. [T.122K P. 401./ Item hertzog Fr i der ich und hertzog

Stef fan hetten zu frawen zwo swestern, hertzog Galiatz töchter vonMay I and. Hertzog Friderich hett bei seiner frawen Ha in riehen,von dein hernach gesagt wir!; auch lieft er rner ain tochtenfrawen Elisabeth. Die ward verheyratt burggraf Friderich von 5Nürmberga, den der kaiser Sigmund hernach ainen marggrafenzu Brandenburg machte.

Andreas 653,2 333. IT. 122 h . P. 402.] Item hertzog Steffan was aincr klainen

Ebran 127,16 person des leibs, aber des hertzen h und Seins muets vast gross. Er diente

gern zu willen den schönen frawen und suecht all höf der turnay mit 10grosser kostung. Des kam er zu dem jüngsten in vast grosse schuld-127,13 Er hett bei seiner ersten frawen von May 1 and ainen sun, genantLudwig, von dem mer gesagt wirf, und ain tochter, genant frawMargret 1 ; die ward verheyratt dem grosmächtigen künig Loys oderLu d w i g 2 , zu versteen o zu Eranckreic h. Nach dem starb hertzog 15Steffan sein hausfraw, die von Mavland. Da nam er aine von Ivlef.Er hett aber kainen erben mit ir. Diser hertzog Steffan wasallzeit mit seinem wesen kostlieh und wol erputzt; umb dasnant in yederman den hertzog' Kneyssl d8 .

Ebran 135,16 334. [T.123*. P. 403.] Ludwig©, hertzog Steffans sun, kam 20

junger mit seiner swester an des künig von Eranck reich hof und ward

136,20 von menielich lieb gehabt. Im gab auch die swester gros guet, das er

alles gen Bairen sante von gold, silber, gelt und der geleich f. Er lebte

Andreas 653,42 auch gar kostlich. Xu hett der künig an seinem hof zwo junckfrawen,

die im gemageU waren, gab er die ainen, genant Schar latho \ dem 25

künig von Sicilia 4 , die andern frawen K a t h e VI n a 5 gab ei- seinem

swager hertzog Ludwig und gab im darzue die grafschaft zu Märten y.

Ebran 140,3 Dise fraw gepert' im ainen sun, auch genant Ludwig, der pugkel k.

135,18 Nu hett der künig Loys zu Zeiten etlich mereklich abgeng in seinem

haupt, also das er seiner vernuft berawbt ward. Das machte gar grossen <Ww r crren und irsal under den herren umb den gewalt oder öbrigkaitUnder den dingen begab sich ain unrue zwischen des hertzog Johannsenvon Burgundj und des von Orlens. Der hertzog von Orlensward bezigen, er hett ainem ritter sein weib über iren willen beslafen.

« Nürnberg /' IV. b hertzens P. c verstan P, ( ' Kneysel P ^

Kneüssel W. o Ludovicus barbatus von anderer Hand am Rande T-* geleichen P W. £ genaigt /'. h Scharlotho W. i gepar W*

k Ludovicus gippus von der andern Hand am Rande T

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1 So Ebran II W, statt Elisabet (Isabeau).

2 So Ebran, statt Karl VI.B mhd. knuz = strenuus. Schmeller, Bayer. Wb. I, 8p. 1354:

knaus, klein, schmuck. Die Lesart von W xeigt, das der Vokal als eu. nichtals ei xu fassen ist. Die schweixerischen Qeschlechtsnamen Knüsel undKnüsli mögen damit xusammenhängen. p.

4 Andreas: Ciper. ^

h Andreas: Anna. Anna war die Tochter Herzog Johanns vonBourbon. In xweiter Ehe war Ludwig VII (im Bart) vermählt mit Katharina,der Tochter Peters von Alencon, Witwe Peters von Evreux, Grafen vonMortagne.