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Küchlin, Reim- 13. [T. o\ I* 17.] Als aber der kayser Octauianus sölich ir
ehr ' 348,19 anderstund erfuer, besamlet er ain zumal gross her; mit den überzocher dise Eürsten yetzgemelt und hergte in allein land. Auf das jüngstlegte :i sich diss her \"\\r Augspurg. Under dem bcsamleten sich auchdie fürsten mit grosser macht, und auf dem Lechfeld* kamen b diezway lier zusamen. Nu was des beres maister ain gestrenger rittergenant () e c k o, von dem G e c k i n g, das dort bei A n g sb u rg noch denNamen hat; der zoch manlich an die Römer. Da ward gar ain grosser
KÖnigsk 335,19 streyt. Da gewunnen die fürsten die oberhant an den Körnern, also
das ir ob dreyssigk tausenten wurden erslagen. Als dise laidigen mär wKüchlin 353,6 der kaiser vernam, do ward er pitterlichen waynen, und er zart seineAndreas 6,30 klaider vor grossein laid. Es schreiben auch die Cro n i s i s te n <•: alslang der kaiser lebt, so er gedacht diser slacht, so erwaint er ,! mitseuftzendem hertzen e. Er tiefes besenden all sein Capitany* oder haubt-lcut, und mit vil zäher giessen legt er den für der Römer schmach l*
Konigsh.335,22 von den obberüerten fürsten, und er besamlet ain vastR gross her; das
bevalch er seinem steufsun dem Fürsten T y b e r i o. Der zoch mächtigklich
heraus von Rom mit zwelf swadern, vnd in Ledern swader het er sechs-
tausent werlicher'« man. Mit den verbergt er aus Bayren und S vv ab en,
vgl, Vita auch wurden von den Römern erslagen die zwen fürsten von Swaben,20
8 ^^ ri ^ 02 \mä ettlich wellen auch, das Adelgerus von dem NorigkaW
;l legten/' i» kumen P. «■ coronisisten P W. «i pitterlichensetxt hinzu P. u mil grossem seuftzgen P. ' Capiteny P W-B ser P. b werchlicher P.
2lt>entins Hanögloffe in W: :i: 6ie fleugt ift snrifdjcn 25rein unö tfyunatü gefcfyecfjcn, tut weit Dort ber clb, 6a 511 borfclben ^eit öie froaben getr>ont fyabcn.
rehte iemer snln vor vehten. Dabei mag ferner die Notiz zum Jahr 798in den Annal. Rup. Salisb. SS. IX, 769 (cf. Ann. Meli. ibid. p. 495) inBetracht kommen: (ierolt signifer Karoli in pugna ab llnnis oeeiditur. —30Rinaldus ist wohl Reginbaldus, der in der Ungarnschlacht beiAugsburg fiel: Gerhardi Vita 8. Oudalrici Ep. SS. IV, 102. e. 13:Venerandus autem episcopus Oudalricus, cum rex ab Augusta discederet,abiit ad loca, ubi bellum peractum est, quaerens praedictum Dietpaldumfratrem suum, et aobilem Reginbaldum, filium sororis suae, et inveniens 35eos ad Augustam civitatem perduxit et in aecclesia sanetae Mariae antealtare s. Walburgae virginis in sede unius tafi ambos Eideliter sepelivit«Vgl. Herrn, v. Reichenau ad ann. 955: Theobaldus und Reginbaldus.—Dass Theodo besonders hervorgehoben wird, mag von dem alle bayer.Klosterannalen durchlaufenden Berichte herkommen: Romanus exercitnsHapud Oetingin a Theodone prosternitur (Ann. Salisb. SS. IX, 761). -Mit diesen Bestandteilen verbindet sich nun die Varusschlacht und dieErinnerung an die Niederlage der Ungarn bei Augsburg durch Otto denGrossen, wie man dies x. IJ. (tueh bei Meisterlin (Kaiserchr. ed. Massin.///, 515) und besonders in, der Chronik v. d. Gründung (\vv Stadt Augsburg, *•>St. Chr. 4, 284 antrifft. Dass diese Mischung der Ingredienzien Wüetrerzukomme, halte ich nicht für annehmbar; hat man an Garibaldus *"'denken' Die einschlägige Ldteratur verzeichnet Leidinger, Andreas v.Reg. Ä 6, Anm.; vgl. auch Hegel, Si. Chr. 17//, 335. r()
1 Küchlin, Reimchronik von der Gründung der Stadt Augsburg, 0St. Chron. IV, 343.