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schaft zu Landshut mit Pfalzgraf Rueprecht,sowie am Kölner Tage einen hervorragenden Anteil hatte.Weil die Chronik offenbar nicht für den Herzog, sondernfür Verwandte und Freunde geschrieben ist, so ist anzu-nehmen, dass er nicht am Hofe schrieb; ja es scheint, erhabe schon zu Herzog Albrechts Zeiten eine gewisse Zurück-setzung empfunden (260,1-14) und sei unter Herzog WilhelmsRegierung unter denen gewesen, auf deren Rat nicht mehrgehört wurde (268,14). Was seine Herkunft anbetrifft, soweist namentlich die von ihm gebrauchte Infinitivform fhainfür tuen auf den östlichen Teil des Landes, gegenOesterreich hin.
Alle diese Anhaltspunkte führen auf einen Mann, derin Bayern um die Wende des Jahrhunderts eine Rollespielte, Dr. Peter Paumgartner 1 . Sein Vater, der 1477zu Wasserburg gestorben ist, gehörte wohl nicht dem Adel,jedenfalls nicht dem höheren an, muss aber ein wohlhabenderBürger gewesen sein, der seinen beiden Söhnen eine tüchtigeBildung zuteil werden lassen konnte. Wenn der SohnDr. Peter nun im Verzeichnisse der 64 des Ausschussesder Landschaft zu Landshut (233,18) doch unter den Adeligenaufgeführt ist, so kommt dies von seinem Doktortitel her,der ihn nach einer von Herzog Georg erlassenen Verfügung,die dem alten Adel kaum sehr angenehm gewesen sein wird,hiezu berechtigte. — 1478 lehrte er als „Dr. iuris utriusqueet Canonum professor u an der Universität Ingolstadt, 1479(Sommer-Sem.) als XV. Rektor und 1482 (Winter-Sem.)abermals als Rektor (der XXI.) 1489 wurde der Rent-meister der Universität in einer Instruktion der Räte HerzogGeorgs von Landshut aufgefordert, „etlich Statut und Ord-nung", die von Dr. Peter Paumgartner und andern gemachtworden seien, zu beachten. — 1490 nahm er als Rat HerzogGeorgs an den Verhandlungen für die Vorbereitungen zumEmpfang Kaiser Maximilians in Augsburg teil und erhieltdort als Ehrengeschenk „4 kannten" Wein, während dem
1 Notizen über ihn finden sich besonders bei H u n d, Bayer. Stammen-buch, bei Freyberg, Sammlung hist. Schriften III, 503. Med er er,Annales Ingolstadiensis Academiae, vol. 1.1782. K. Prantl, Geschichteder Ludwig-Maximilians-Universität in Ingolstadt 1872. 2 Bde.