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Bayerische Chronik
Entstehung
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dass dieser selbst einen darauf hinzielenden Wunsch ge-äussert hätte. Weiteren Vermutungen, die sich anknüpfen,habe ich S. XXXXIX bei der Behandlung von Garibaldsviel umstrittener Chronik Raum gegeben.

Es war ein guter Gedanke, die Chronik mit Pompeiusund Caesar beginnen zu lassen, so dass die Auswanderungdes Bavarus aus Armenien und der Beginn der römischenKaiserge schichte in ungezwungenem Flusse verknüpftsind. Die Beachtung der Quellenverhältnisse führt aberzur Ueberzeugung, dass diese Anordnung ganz der Chronikdes Garibaldus entnommen ist. Während auf der einenSeite die bayerischen Chroniken des Andreas, Ebran undganz besonders Garibaldus Material liefern, gerät der Ver-fasser auf der Suche nach Beziehungen zwischen römischerund deutscher Geschichte zu tief in die römische Kaiser-geschichte hinein, so dass er S. 22,8 gewaltsam damit ab-bricht und auf die Entstehung des römischen Kaisertumsdeutscher Nation übergeht, um bald auf den bayerischenKönig Garibaldus zu kommen, worauf der Ursprung derPfalz (no. 47 ff.) nach den aus Königshofen und Ebranbekannten Sagen behandelt wird. Der berüchtigte ChronistGaribaldus liefert Stoff für die ersten Pfalzgrafen, wobeiWahrscheinlich Undeutlichkeiten der Quelle in der 2. Be-arbeitung (no 52) zu einer etwas andern Auffassung führten.

Zu dem Herzogtum Bayern zurückkehrend erzähltdie Chronik von Theodos Gefangenschaft bei den Hunnenund seiner Befreiung (den Kampf bei Altenötting und dieGründung des Bistums Regensburg fügt die 2. Bearbeitunghinzu), von seinem Sohne Lotharius und den beiden vonlüI u abstammenden Linien, in deren Geschichte sich dieLegenden von S. Rupertus und S. Haimram einfügen, bisauf Otilo (no. 65) und Thassilo (V.), deren Klostergründungeneingehend erzählt werden, woran sich die Erörterung derBistunisverhältnisse vonEns und Passau (no.7578) schliesst.

Von no. 80 an wird wieder auf die Geschichte desgrossen Hauses der Pfalz zurückgegriffen und nament-lich in der Vermengung des Ansbertus mit dem bayerischenHerzog Hugbertus, die auf Rechnung Garibalds zu setzen!st, die Verbindung der Pfalzgrafen mit den bayerischen