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Bayerische Chronik
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LVIII
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LVIII -

Stadtbibliothekar vom Ende des 18. Jahrhunderts, geschriebenhat. Nun war dieser Peter zwar kein Minorit, aber ernennt sich in der Widmung seiner Schrift De ImperioRomano (= Libellus de Cesarea Monarchia): Petrus deAndlo, Alsatiae oppido, agnomen trahens, ColumbariensisEcclesiae Canonicus, inter Decretorum Doctores minimus,was Füetrer oder seinen Gewährsmann dazu verleitet habenkönnte, den Verfasser den Minoriten zuzuzählen.

Nach dem Zeugnis von no. 121 lässt Peter Karl denGrossen zu Ingelheim geboren werden. Das stimmt übereinmit Peter von Andlau, Libellus I, c. XIII 1 : Karolus inGermania et villa Ingelheim natus fuerat, ab urbe Moguntinaduobus fere distante milliaribus [zurückgehend auf Ekkehardv. Aura].

Das 2. Zitat gehört zu den Kämpfen Kaiser Arnulfsmit den Mähren in no. 181. Sie gehören allerdings eigent-lich nicht in eine elsässischc Chronik, können aber darindoch erwähnt worden sein.

Das 3. Zitat in no. 183 besagt nichts, indem Füetrerdort nur den Ausdruck Ebransall ander histori bei denhohen und nidern stiften in Bairnland" aufs Geratewohldurch die Angabe einiger Chronistennamen weiter auszu-führen scheint.

Das 4. Zitat in no. 228 bezieht sich auf die Charak-terisierung und kurze Begründung der Aechtung Heinrichsdes Löwen. Die nur in geringfügigen Dingen von Andreasvon llegensburg abweichende Darstellung zeigt, dass demletzteren die gleiche Quelle vorlag.

Ueberlege ich mir, dass das 1. Zitat bei der allgemeinverbreiteten Ansicht, Ingelheim sei Karls des Grossen Ge-burtsort, ohne Beweiskraft ist, dass der von Füetrer bezeugteTitel des Werks, sowie das 2. und 4. Zitat auf eine Wclt-chronik hinweisen, und dass die Bezeichnung Minderbrudernur zur Not erklärlich wäre, so glaube ich eine IdentifizierungPeters, des Minderbruders, mit Peter von Andlau ablehnenzu müssen. Anderseits vermag ich aber keinen andern

Ich benutzte die Strassburger Ausgabe von 1612.