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seinem Gegenüber, dessen aufwallenden Zorn ein Dritter zubesänftigen sucht, die Zunge heraus und hält ihm zum Hohnean beiden Händen den Daumen zwischen Zeig- und Mittel-finger entgegen'; ein Vierter, der die eine Hand an dieLeiter legt und so die Gruppe mit dem Gesamtbilde geschicktverbindet, weist dem Gewinner voll Aerger den entblösstenHintern '-'.
Die gekrönte Rittergestalt im äussersten Felde rechtswird Otkarius darstellen sollen, der mit seinem BruderAlbertus, der dann in dem darunter befindlichen PriesterZL i suchen ist, das Kloster Tegernsee gründete". Die untereFigur im äussersten Felde links hat einen Steinmetzhamnierm der Hand und lässt sich am ehesten auf Hans den Stein-metz deuten, der unter dem Abt Caspar Ayndorfcr (geb. 1400,Abt 1420, gest. 17. Jan. 1461) die bedeutenden baulichenVeränderungen des Klosters gehütet zu haben scheint \ inseinem Fache Hervorragendes leistete und auch in denWeihnachtsehrungen bis 1476 regelmässig vorkommt. Wera ber ist die darüber befindliche Person '} Sollten MeisterHans und Ulrich Füetrer das Bild aus Dankbarkeit demKloster gestiftet haben und als Donatoren selbst darauf^'scheinen? Und wer sind die 70 an der gotischen Rahmen-nialerei angebrachten Personen? Sind es etwa die Portraits'•er Klosterinsassen ? Diese Fragen wage ich nicht mehrZ| i beantworten.
' Auch im Buch der Abenteuer wird diese Gebärde des Hohneserwähnt:
2'',5. Wann sich- dein ding xue end nicht löblich strecke/,So xaig ich dir darumbeDen taivmen durch die Finger aus gerecket-
^l'',^. An not dein haupt du priehest,Mercken ivol all die wegsen,Vnnd toaist nicht was du riebestVnd machst dich selb in dem schöpfte gregsen ;Wann du kennst weder rngnn noch mynne tone.Zewcii hin den dawm xw ainer mgetVnnd far mit deinen wortten fiir/tas schone' Der Streit der würfelnden Kriegsknechte ist eine beliebte Episodejn den grösseren Darstellungen der Kreuzigung sowohl in den Nieder-landen, wie in Deutschland, vgl. z. B. die Scene aus Hans MemlingsLübecker Dombild, Seemann, Kunsthist. Bilderbogen IL no. 220. Inder Kreuzigung zu St. Leonhard, Kunstdenkniale Bayerns I . Tafel 242sieht man einen richtigen Raufhandel von Holzknechten; vgl. Tafel 253.: ' Chronik S. 60—64.4 ZsfdA. 27,276. Anm. 2.