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Dera
Dese
Dese
Dese
Derangement (spr. Derang'mang), die Unordnung,Verwirrung, Störung.
Deraugiren (spr. berangiren), stören, in Unordnungoder Verwirrung bringen. Derangirt sein, heißt, sichin bedenklichen Vermögensumständcn befinden; verschul-det sein.
Derivation, die Ableitung oder Herlcitung.
Deriviren, ableiten oder herleiten. Die abgeleiteten Wör-ter (derivata) werden den Stammmörtern oder Grund-wörtern (primitivis) entgegengesetzt.
Derogation, der Abbruch oder Nachtheil; die Abschaf-fung, das Abschaffen.
Derogiren, i. Abbruch thun, 2. abstellen oder ab-schaffen.
Deroute (spr. Derute), i.das dem guten Fortkommenentgegengesetzte Zurückkommen; die Zerrüttung; 2. inder Kricgessprache, die unordentliche Flucht, die Ver-wirrung nach einer Niederlage.
Deroutiren (spr. dcrutiren), vom rechten Wege abfüh-ren, irre leiten.
Derviseh, ein Mönch im Morgcnlande.
Desabusiren (spr. dcfabüfiren), einem den Irrthum be-nehmen, ihn eines bessern belehren. Man könnte ent-täuschen dafür bilden. C. Cramer hat dis Wortschon gebraucht.
Desagrdable (spr. dcsaggreabl), unangenehm.
Desagrsiren, mißbilligen, verwerfen.
Desagrement (spr. Desagr'mang), die Unannehmlich-keit.
Desapprobation, die Mißbilligung.
Desapprouviren (spr. dcsavpruwiren), mißbilligen.
Desarmiren, entwaffnen.
Desaster, Mißgeschick,Unfall,Unstern. Das letzkedrncktdas fremde Wort buchstäblich aus.
Desavantage (spr. Dcsawantage), der Nachtheil.
Desavouieren (spr. dcsawniren), ablaugncn, nicht an-erkennen , oder nicht für das Seinige erkennen. -
Descendent, ein Abkömmling, Absproßling; in derMehrzahl, die Nachkommen. Da Abstammling, wel-ches Stutz dafür bildete, vordem gebräuchlichen Ab-kömmling, so viel ich sehen kann, in nichts einen Vor-zug hat: so können wir seiner füglich entbehren.
Descendenz; es scheint mir, daß wir die Abkommen-schaft dafür sagen müssen.
Descendiren, herab- oder hinabsteigen, sich herab-oderhinablassen, abstammen.
Descension, in der Sternkunde, die Absteigung. Mantheilt sie in die gerade und schiefe, descensio rectaund obliqua, citt. Unter der ersten wird derjenige Bo-gen des Gleichers (Aequators) verstanden, welcherzwischen dem Frühlingspunkte und dem Abweichungs-kreisc eines Gestirns enthalten ist; unter der letzten,derjenige Bogen des Bleichers, welcher zwischen demFrühlingspunkte oder Anfange des Gleichers und dem
mit einem Gestirne zugleich untergehenden Punkte des-selben, enthalten ist. S. Gchlers phpsicalisch. Wör-terbuch.
Deseeme (spr. Deßangke), i. die Landung; 2. ein ver-deckter Gang bei einer Festung, der in den Grabenoder zu den Mine» führt.
Description, die Beschreibung.
Desennuyiren , die lange Weile vertreiben. EinigeSchriftsteller, z. B. M e i ß n e r, haben für ennuyirenlangweilen, andere, wie C. Cramer, langweiligengebildet. Das letzte dürfte den Vorzug verdienen. Dennda langweilen nach kurzweilen gebildet ist, so könntees auch, wie dieses, nur als Mittelzeitwort (verb. neu-'trum), und nicht als Thatzeitwort (verb. activum)gebraucht werden. Man könnte folglich wol er lang-weilt, wie er kurzweilt, aber nicht, er langweilt mich(für er ennuyirt mich) sagen, weil man nicht er kurz-weilt mich zu sprechen pflegt. Sollte nun langweili-gen für ennuyiren beliebt werden, so würde man fürdesennuyiren freilich entlangweiligen sagen können;allein das W.ort würde denn doch immer unbequem undschwerfällig fein.
Ich wag e es daher in meinen frühern Versuchen,entweilen dafür zu bilden, wobei ich mich auf die Be-merkung stützte, daß das Sachwort Weile den Neben-begriff eines langsamern oder träger» Zeit-ablaufs ein-zuschließen scheint. Man sagt z. B. eile mit Weile, nichtmit Zeit, weil diese, in unserer Vorstellung, schneller,als jene verfliegt. Deswegen werden auch in der Berg-mannssprache die Freistunden, in welchen nicht gearbei-tet wird, und die daher langsamer verstreichen, dieWeile (nicht die Zeit) genannt; und sowol in der Schwe-dischen, als auch in der Isländischen Sprache bedeutethvila (welches unser Weile ist) die Ruhe. Aus glei-chem Grunde scheint man auch, nicht lange Zeit, son-dern lange Weile haben, zu sagen; so wie auch weilenund verweilen, eine längere Zeit bleiben, still stehenoder sich aufhalten bedeutet. Ist nun diese Bemerkunggegründet; schließt das Wort Weile wirklich den Ne-benbegriff des langsamern Zeitganges ein: so scheintentweilen allerdings für desennuyiren gelten zu können.
Dis scheinen einige treffliche Schriftsteller anerkanntzu haben, indem sie jenes von mir gebildete Wort derAufnahme würdig fanden, z. B. Bürger, der es ei-nem seiner spätern Lieder einverleibte:
Doch meine Wenigkeit entweilt kein Mädchenspiel.In verschiedenen andern Werken vom zweiten oder drit-ten Range habe ich das Wort entweilen gleichfalls an-genommen gefunden. Selbst einer meiner Beurtheilerin der Allgem. Biblioth. CX. 2. hat entweilen für eingutes, der Sprach-ähnlichkeit gemäßes Wort für dieZeit verkürzen erklärt. Ein anderer hingegen, Eschen-burg, hat folgende beträchtliche Einwürfe dagegen ge-macht: „Das Wort entwelen (Hochd. entweilen) wurde
ehedem,