Desu
Deho
Deis
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Degr
Defunctus, der Verstorbene Defuncta, die Verstor«bene.
Degageant (spr. Dcgagang), frei, ungezwungen oderzwanglos.
Degagiren (spr. degagiren), befreien, frei oder losmachen.
Degeneration, die Ausartung, das Ausarten.
Degeneriren , ausarten, aus der Art schlagen; beideAusdrücke deuten, wie degeneriren selbst, auf eineVeränderung ins Schlimmere. Ab-arten hingegen be-zeichnet bloß das Abweichen von der Art, unbestimmt,ob eine Verbesserung oder Verschlimmerung gemeintwerde.
Degout (spr. Deguh), die Abneigung, der Ekel, der Ab-scheu, jcnachdem der Begriff schwächer oder stärker aus-gedruckt werden soll. Luther sagt widern, für degouteinflößen: Was meiner Seele widerte. Hivb 6, 7.Auch Klop stock hat dieses Zeitwort mehrmahls ge-braucht. So auch andere, z. B. Schiller.
Degoutaut (spr. degutang), widerlich, ekelhaft.
Degoute, ekel. Ad. meint zwar, daß ekel, in dieserBedeutung nur als Nebenwort, aber nicht als Beile-gungswort ( Adjectiv) gebräuchlich sei; allein eS fin-det sich doch, auch in letzter Form, bei unsern bestenSchriftstellern: „Ekele, schwer zu befriedigende Kunst-lichter." Lessing.
Degoutiren (spr. dcgutiren), Widerwillen oder Ekel ein-flößen. Luther widern. Hiob 6, 7.
Degradation, 1. in uncigentlichem Sinne, die Ernie-drigung, Abwürdigung, (auch Herabwürdigung wirdoft dafür gehört). „Wir betrachten dis als Rohigkcit(Roheit), Ungeschliffenhcit und viehische Abwürdigungder Menschheit." Kant. 2. In eigentlichem Sinne,z. B. wenn ein Officier zum Uuter-officier, ein Unker-vfficier zum gemeinen Soldaten gemacht wird, die Her-unter- oder Herabsetzung, Entwürdigung oder Ent-würdung.
Degradiren. herabsetzen, entwinden und entwürdigen("das letzte kommt in Bertuchs Don Quipote vor),abwürdigen und herabwürdigen; z. B. ein Verweis,den ein unterer Kricgsbefchlshaber von einem höhcrn inGegenwart seiner Untergebenen erhält, setzt ihn in denAugen derselben nicht immer herab. Das Urtheil desKriegsgerichts fiel dahin aus , daß er auf drei Monatecntwürdct sein und in dieser Zwischenzeit die Diensteeines gemeinen Soldaten verrichten sollte. Dis alleswürdigte ihn, weil er unschuldig war, in den Augender Vernünftigen und Gutgesinnten keineswcges herab.Halt aus hat auch niedern und ernicdern dafür. Uebri--gens sagen gute Schriftsteller lieber abwürdigen, alsherabwürdigen: „Das Alter, welches andere Dinge ab-würdiget." S chm id s Geschichte der Deutschen. In-deß hat doch auch Wieland herabwürdigen gesagt:Alles Bestreben, diesen Mann durch die Uebcrnamen
(Sobriquets) Fantast, Schwärmer, Träumer u. s. w.herabzuwürdigen." Ad. hat dieses Herabwürdigen ebenso wenig, als entwürdcn und entwürdigen. Catelhat entwurden und Entwürdigung angenommen; ichselbst ziehe cntwürden und Entwürdung vor, weil siesprachähnlichcr sind. Man denke an enthaupten, ent-thronen, entmannen, u. s. w.
Dehortatorium , ein Abrathungs - oder Abmahnungs-schrciben.
Dehortiren, abrathen, abmahnen.
Dejeune (spr. Dejöneh), ein Frühstück. „Der fremde Aus-druck, sagt Moritz, ist in der vornehmen Welt allge-mein üblich, so daß es sonderbar klingen würde, wennman z. B. sagen wollte: der Prinz gab ein Frühstück."Dis urtheilt eben der Schriftsteller, der kurz vorher eslächerlich und abgeschmackt fand, daß man lieber Cou-sin, als Vetter, sagen möge, weil jenes vornehmerklinge! '— Dejeune wird in der vornehmen Weltfreilich mehr, als Frühstück gebraucht; aber wenn daseinen Grund abgeben soll, es bei uns einzubürgern:so müssen viele tausend andere Französische Wörter gleich-falls eingebürgert werden, und die Deutschen müssen aufden Vorzug, eine eigene Sprache zu haben, also auchauf den, ein eigenes Volk auszumachen, Verzicht thun.Dann müssen wir auch un Dejeune dansant, 1111Dejeune dinatoire, für Frühstück mit Tanz undMittagsfrühstück, und tausend ähnliche, den Vorneh-men geläufige, zum Theil sehr seltsame, ausländischeBrocken in den Bettelsack unserer weiland überreichenSprache aufzunehmen uns nicht länger weigern wollen.— Aber Moritz fühlte daö Unstatthafte jenes Grun-des selbst, und fügte daher, sich selbst verbessernd, hin-zu : „Das Sonderbare liegt hier bloß in der Ungewohn-hcit; und wenn man sich erst gewöhnen wird, Deutschzu reden: so wird auch dieser Deutsche Ausdruck nichtsauffallendes mehr haben." Aber wie soll man sich ge-wöhnen, wenn niemand den Anfang machen will, undwenn selbst unsere guten Schriftsteller den Gebrauch un-tadelhafter Deutscher Ausdrücke für sonderbar erklären?— Zu den edleren Ausdrücken gehört indeß Frühstückfreilich nicht. Für die höhere Schreib-art also und fürdiejenigen Fälle, wo man Frühstück zu gemein findenwürde, bedürfen wir eines andern. Ich schlage Früh-mahl oder Morgenmahl dazu vor. Ehemahls sagte manauch Imbiß und Morgen-imbiß für Dejeune.
Dejeuniren (spr. dejöniren), frühstücken; edler das Früh-mahl einnehmen.
DeiTtcation, die Vergötterung, die Vergöttlichung.
Dekiciren, vergöttern, vergottlichen. Vergottahnlichen,welchesLavater dafür gebraucht, ist eben so unbchülf-lich, als sprachwidrig. Den ähnlichen heißt nicht ähn-lich machen, sondern ähnlich sein.
Deismus (von dem Lat. Deus, Gott), und Theismus,(von dem Grichischen ®eo$ 3 Sott) bedeuten ihrer Ab-Hh 2 stammung