Corr
Cori
respondenten in Kadir, sein Correspoudeut Mel-der ihm, verlangt u. s. w. Da würde nun das gezierte(Warum geziert?) Briefwechsler vollends leicht Miß-verstand geben. Vielleicht könnte man etwa der Brief-kunde, wie Handclskundc, dafür einführen." Ich gc-^rchc, daß Briefwechsler in diesem bestimmten Falle al-lerdings noch etwas fremder und auffallender, als injener ersten allgemeinen Bedeutung klingen würde. AberBricfkunde will mir hier doch auch nicht gefallen; vermuth-lich deswegen rstcht, weil das Wort Kunde, in N. 2 ).
: wenigstens, gewöhnlich als ein weibliches, die Kunde,
gebraucht wird, wogegen aber Ad. versichert, daß beideGeschlechter davon üblich sein, und D. Anton, daßman in der O. Lausitz sowol der Kunde, als auch die
, Kundinn, sage. Ware dieser Sprachgebrauch allge-,mein, oder würde es allgemein beliebt, ihn anzunch-mcn: so würde ich gegen Brieskuude und Briefkun--dinn, für Conspondent und Correspondentinn,weniger einzuwenden haben, ungeachtet der Ausdruck
- auch in die>cm Falle noch das wider sich haben winde,daß wir gewohnt sind, mit dem Worte Kunde denBc-guff einer Person zu verbinden, die unö etwas abkauft,oder etwas für Geld bei uns machen laßt; ein Begriff,deraruf den Corrcspondcntcn im Allgemeinen nicht an-\\ gewandt werden kann. Ich schlage daher vor, fürCorrespondepi, in diesem kaufmännischen Sinne gc-,uommen, Geschäftsfreund zu sagen. Bekanntlich istlbci den Kaufleuten . die Benennung Freund für jeden,der Geschäfte mit ihnen macht, ganz gebräuchlich.
An einem andern Orte übersetzt Rüdiger jenesfremde Wort durch Zufchrciber. „Das ist, mir Ver-laub zu sagen, eine grobe Lüge Ihres Zuschreibe^."Aber das würde höchstens nur auf den Corresponden-ten eines Zeitungsschreibers passen, der diesem Nach-richten zuschreibt, ohne gerade eine Antwort darauf zuerhalten oder zu erwarten.
2. Für das Lateinische respondere-, in uncigentli-chem Sinne genommen, wiewenn man z. B. sagt: diesesFenster corrcspondirt mit jenem. Hier können wirBezug haben, übereinkommen, übereinstunmcn, auchantworten dafür sagen. S. Ilespondiren.
Correus oder Conreus, ein Mitschuldiger. Correusdebendi, in der Deutschlateinischen Rechrssprache, einMitschuldner; Correus credendi , ein Mitglaubiger.
Comdor (fpr. Koridohr), der Vorgang, nach Vorplatzgebildet; denn bekanntlich meint man einem, vor einerReihe Zimmer herlaufenden Gang damit. Catel hatFlurgang dafür angesetzt.
Corrigible (spr. korrigibl), verbesscrlich; auch besserlich.S. Incorrigible.
Corrigiren, verbessern, berichtigen.
Corroborans, ein Stärkungsmittel. Corroborantia,stärkende Mittel oder Stärkungsmittel.
Corroborativ, als Sachwert, Stärkungsmittel, alsBeiwort, stärkend.
Corroboriroit, starken.
Corrodentia, beizende Mittel, Aetzmittel.
Corrosiv, atzend, beizend, fressend.
Corrumpiren, verderben; auch verführen, besonders^durch Bestechung.
Corrupt, verdorben oder verderbt.
Corruptibiliiäc. Es wird zuweilen Verderblichkeit dafürgebraucht. Allein dagegen ist in derZeitschriflDeutsch-land mit Recht erinnert worden, daß es leicht mißver-standen werden könne: 1. weil verderblich mehr fürschlimm oder was zum Verderben führt, üblich ist,z. B. verderbliche Sitten, Grundsätze, Kciege u. s. f.und 2. weil verderben bald als Lhatzeitwort (verb. ac-tivum) , bald als Mittclzeitwort ( verb. ncutrnrn )gebraucht wirb. Es wird duher in der angcsslhrlen Zeu-schrisl das.Wort Verschiimmeruiigssähigkeit vorgeschla-gen. Allein das ist theils zu ungebührlich laug, theilssagt es auch weniger als Corrnptibilitat, so wie ver-schlimmern noch nicht verderben ist. Ich würde rathen,Verderbbarkeit und verderbbar für diese Begriffe zu bil-den, wenn man die Härte dieser Wörter in Ermange-lung eines besserklingenden, zu übersehen sich entschlie-ßen könnte. In einigen Fällen vaßt Verweslichkeit da-für, welches auch Eate l in diesem Sinne bei Corrup-. tibilite aufgenommen hat. Uebrigens bedeutet Corrup-tibilität in uneigentlichem Sinne auch die Bestechlichkeit»Corruptible (spr. korruptibl), dem Verderben oder derFaulnist unterworfen, eine Sache, die leicht verdirbt;verderblich. Dieses letzte Wort hat aber den Fehler,daß es die, ihm eigentlich nicht gebührende thätige Be-deutung, Verderben bewirkend, angenommen, und indieser jetzt fast ausschließlich gebraucht wird. Verderb-liche Sitten; verderbliche Rathschläge. Nur die Kauf-leute nehmen es noch in der ihm natürlicheren leidenkli-chen Bedeutung , indem sie z. B. von leichtverderblichenWaaren reden. S. Corruptibiiitat. Corrnptibl«wird aber auch uneigentlich für bestechlich genommen.Corruption , das Verderben, die Verderbniss, die Faul-nist, die Derderbtheit. „Die Verderbtheit des mensch-lichen Herzens." Kant. Das Sittmvcrderbuiß oderdie Sittenfaulnist.
Corsas, Jtal. Corsaro, Franz. Corsaire, stammt vondem Gothischen Worte Cors, das Kreuz, ab und be-deutet also einen Kreuzer oder Kreuzfahrer, d. i. ei-nen, der auf dem Meere kreuzet und hin und her fährt,um entweder Seeraub zu begehen, oder dem Feinde Ab-bruch zu thun. Im letzte» Falle pflegen wir auch aufDeutsch Kreuzer (Franz. Croisenr), oder Kaper, imersten Seeräuber oder Raubschisser zu sagen. Jene Her-leitung verdanke ich Hrn. Büttner'» in Holzminden.Corseti, das Leibchen, Mieder.
Cortege (spr. Korkagk) das Gefolge.
Corvei-