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Clan
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Clim
Clausuliren, einschränken , mit Vorbehalten, Einschrän-kungen oder Bedingungen versehen, bedingen.
Clausur, i. die Haken an den Büchern, womit man sieehemahls zu verschießen pflegte. Wir haben dafür dasGesperrt; 2. bei dey Klöstern, die innere Einschließung.Wir haben Zwinger oder Klosicrzwinger dafür.
Claves, in der Tonkunst, werden oft die Tasten oderGrcifstege des Klaviers genannt. Unter Schlüssel (wel-ches doch auch das Lateinische Clavis ausdruckt) ver-steht man das dem Notenstücke vorgesetzte Zeichen > wel-ches andeutet, welch einen Ton der Ortave jede Notebezeichnet. So hat man Discant - Alt-Tenor - Baß-Violinschlüssel. Eschenburg.
Cia viatur , in der Tonkunst, der Inbegriff der Tasten (Fin-gcrbrettchen oder Grcifstege) eines Klaviers.
Clavichord, Cembalo, Clavicembalo , Benennun-gen bekannter Tonwerkzeuge, deren Verdeutschung ichandern überlassen muß, weil mir die Unterschiede dersel-ben nicht deutlich genug sind, um selbst Vorschlage dar-über wagen zu dürfen.
Clavier. Da dieses Wort ein sinnliches Werkzeug bezeich-net, auch schon allgemein gebräuchlich ist, und aus bei-den Ursachen nicht mehr mißverstanden werden kann: somöchte es immer beibehalten werden, wenn ihm nurnicht der, allen Zwitterwörtcrn in ir und ircn eigeneFehler anklebte, daß es den Ton nicht auf der Stamm-silbe, sondern auf der Ableitungssilbe hat, welches ei-ner der allgemeinsten und schönsten Regel unserer Spra-che zuwider ist. Aus dieser Ursache muß es fortdauerndals ein Fremdling bezeichnet werden, wenn wir gleichsolange, bis es jemand gelingen wird, eine schicklicheVerdeutschung dafür zu finden, nicht umhin können, eszu gebrauchen. Heynatz hat Griffbrett für denjeni-gen Theil dieses Tonwerkzeugcs, der von dem Spielen-den mit den Fingern berührt wird , und Saitenbrett fürdas Werkzeug selbst vorgeschlagen. Dieser letzte Aus-druck paßt aber freilich auch für ähnliche Werkzeuge, z.V. für das Hackcbrett.
Clepsydra , eine Wasser-uhr.
Clericat, der geistliche Stand, der Schriftgelehrtenstand.
Clericus, ein Geistlicher. Kant hat den biblischen Aus-druck, Schriftgelehrter, dafür.
Clerus oder die Clerisei, Franz. Clerge, die gesamm-ten Geistlichen, die Geistlichkeit, oder der geistlicheStand, und in katholischen Landern, auch die Priester-schaft; doch ist dis letzte zweideutig. Ehemahls sagte manauch die Pfaffheit.
Client, Schutzgcnoß und Schützling. Letztes kommt inder Deutschen Uebersetzung des Werks über Italien vonGorani vor. Kinderling hat auch Pflegling dafürangesetzt. Allein dis Wort ist hart, und bedeutet mehrein Pflegekind, alumnus. Für diejenige Bedeutung,in welcher der Anwalt das Work Client nimmt, wenner von seinen Clienten redet, fehlt uns noch ein Deut-
Cliq
sches Wort. Da der Anwalt gleichsam der Vormundder Clienten in denjenigen Rechtssachen ist, die er fürsie führt, so dürfte er sie wol füglich seine Rechtsmün-del nennen.
Clima, ein in Gedanken am Himmel und auf der Endedurch zwei gleichlaufende Kreise bezeichneter oder abge-schnittener Streif, wofür wir auf Deutsch mit EinemWorte Himmelsstrich oder Erdstrich sagen. Man ver-steht aber unter Clima auch die einem Erdstriche eigeneBeschaffenheit der Luft in Anfehung des Grades der War-me und Kalte, der Nasse und Trockenheit, des günsti-gen oder ungünstigen Einflusses derselben aufGesundhcitund Pstanzenwachsthum. In diesem Sinne genommen,kann es durch Lustbeschassenheit oder Lust-eigenheit er-setzt werden. Ein sanftes oder rauhes , kaltes oder war-mes Clima , ist ein solcher Himmelsstrich oder Erd-strich.
Climacterisch , was einen Absatz oder eine Stufe macht,Ein climacterisches Jahr also, ein Stusenjahr. InEatcls Wörtcrbuche der Academie ist aus VersehenSchaltjahr dafür angesetzt.
Climax, eine rednerische Figur, vermöge welcher mehresinnverwandte Wörter oder Ausdrücke so auf einanderfolgen, daß eine Steigerung entsteht, oder daß das fol-gende Wort den Begriff immer starker ausdruckt, alsdas vorhergehende; wie wenn Cicero z. B. vom Catilinasagt: excessit, evasit, erupit! Man kann das Deut-sche Wort Steigerung dafür gebrauchen.
Cliticaillerie (spr. Klängkallj'rih), kurze Waare.
Clinisches Institut, eine Heil-anstalt, d. i. ein Kran-kenhaus, worin die Arzneikunst durch Ausübung gelehrtwird.
Clinquant (spr. Klangkang), eigentlich Rauschgold undFlitter- oder Knittergold; uneigentlich falscher Schim-mer — Klingklang.
Clique (spr. Klick'), in milder Bedeutung, die Genos-senschaft; in harter, die Rotte; in verächtlicher, dieSpießgesellschaft. Gegen dieses letzte wandte Rüdigerein, daß es zwar wol in einigen, aber nicht in allen Fällenfür das fremde Wort gebraucht werden könnte, weil manbei diesem nicht immer an Spieße und Krieg zu denken ha-be, aber an Spieß und Krieg denkt man auch bei Spießge-scll und Spießgesellschaft nicht mehr, weil diese Wörter inihrer uneigentlichen Bedeutung schon längst gebräuchlichsind. Rotte, welches dieser Sprachforscher für alle Fäffevorzieht, ist doch nur da brauchbar, wo eine Clique vonBösewichten gemeint wird; für die meisten andern Fallesagt es zu viel. Man redet z.B. von einerClique der —schenKunstrichter oder Krittler. Hier würde Rotte doch wolzu hart klingen. Im Scherze und uneigentlich könnteman in solchen Fällen das Wort Sippschaft gebrauchen,ungeachtet dieses eigentlich die Verwandtschaft oder denInbegriff der Verwandten bedeutet. Die ganze Sipp-schaft der - - Gelehrten.
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