Cata
Cata
Cate
te a. s. w. verdentschk. Weiterhin bildet .er auch fur je-den casus insonderheit einen besondern Namen, näm-lich Stamm-endniß für den Nominativus, Kurz-end-niß für den Genitivus , Zwcck-endniß für den Dati-vus , und Wirk-endniß für den Accusativus. Alleineben dieselben Zweifel, die ich gegen die obigen älternVerdeutschungen angeführt habe, scheinen auch bei die-sen Statt zu finden.
Man sieht, daß es wenigstens nicht an Versuchen,unsere Sprachlehre mit Deutschen Kunstwörtern zu ver-sehen , bei uns gefehlt hat. Was nun unser Casus be-trifft, so habe ich mich überzeugt, daß die beste Ver-deutschung desselben die wörtliche Übersetzung durch Fallist, und zwar ausfolgenden Gründen: i. weil dasWort casus hier nicht.etwa den Fall oder Abfall derEndsilben (ia cluite), sondern einen Fall in der Be-deutung des Franz, cas bedeuten soll. Ein Wort siehtbald in diesem, bald in jenem Falle, d. i. bald in die-sem , bald in jenem Verhältnisse zu andern Wörtern.2. Weil das Verhältniß, worin ein Wort gegen, dasandere steht, nicht immer durch eine damit vorgenom-mene Biegung oder Abänderung seiner Endlaute ange-geben wird, indem viele Wörter.durch casus unverän-dert bleiben, oder gar nicht gebogen werden.
- Ich nenne daher die Casus Falle schlechtweg, undunterscheide sie mit P o p o w i t sch'.en und K l o p st v ck'endurch Zahlen: der erste Fall, Nominativ., der zweite,Genit. , der dritte, Dativ. u. s. w. In der barbari-schen Rechtssprache kommt Casus mit folgenden Bei-wörtern vor: Casus fortuitus oder improvisus, einunvorhergesehener oder unvoraussehbarer Fall; solitusund insolitus , ein gewöhnlicher und ungewöhnlicher;inevitabilis , ein unvermeidlicher Fall oder Zufall;Casus in terminis, gerade ein solcher, gerade dernämliche Fall; Casus pro amico , ein Fall, wobeiFreundschaft in Betracht kommt, ein Freundschaftsfall.
CatuLomben, Leichengewölbe, Leichengrnfte, eigentlichunterirdische Gänge mit Grüften und Höhlen, wie mansie von alten Zeiten her in Italien findet, und welchewahrscheinlich zu Begräbnissen dienten.
Catafalque (spr. Katafalk), eben so viel als Castrumäoloris. S. dieses.
Catalog, ein Verzeichniß, und wenn es Bücher betrifft,ein Bücherverzeichniß. Wir pflegen zwar sonst bei un-sern Zusammensetzungen das erste oder bestimmende Wortlieber in der Einzahl zu gebrauchen, und sollten daherauch Buchvcrzeichniß sagen; allein es gibt der Aus-nahmen mehr, und Bücherverzeichniß ist nun einmahlschon gebräuchlich.
Cataplasma, der Umschlag, das Erweichungsmittel.
Cataplexis, das Erstarren des menschlichen Körpers.
Catapult, ein Wurfgeschüh in der Kriegeskunft der Alten.
Cataraete (spr. Kalarackt), 1. der graue oder weißeStaar; 2. der Wasserfüll,
Catas-trophe , der Glückswechsel. Um aber die doppelteHärte cks und chs wenigstens zur Hälfte zu vermeiden,könnte man Glückswende dafür sagen; welches zugleichden Vorzug haben würde, daß es dem Grichischen Aus-drucke, Catastrophe, genauer antwortete als Glücks«Wechsel.
Catastrurn. H e y n atz hat Steuerbuch und Anschlagdafür angesetzt;. K in d crlin g Ackerverzeichniß (bes-ser Ackerbuch), Flurbuch und Lagerouch. Im Holsiei-nischen hat man Erdbuch und Grundbuch dafür. Daaber nicht bloß das Vcrzeichniß der Aeckcr, sondern auchdas der Häuser, welche bei einer Brandvcrsicherungs-anstalt eingetragen sind, so wie anderer Dinge, welcheversteuert werden müssen, mit dem Namen catastrurnbelegt werden: so glaube ich, daß die allgemeinereUebersetzung durch Steuerbuch den Vorzug verdiente.Auch pflegt man in den Lat. Wörterbüchern gewöhnlichSteuerregister dafür zu finden.
Catarrh, der Schnupfen, das Flußfieber; in SchwabenGeschunder.
Catarrhaliseh, schnupsen-artig, flust-artig.
Catechismus. In der N. D. Volkssprache ist das WortFrage dafür üblich. Wo hast du deine Frage gelassen?Mein Sohn ist nun schon in der Frage, sagt man.Bestimmter würde Fragebuch sein. Für Catechisa-tion, könnte man Frage-unterricht oder Frage-lehre,für catecliisiren Frage-unterricht geben, für Cate-chet Fragelehrer, und . für Cateclmmenen Frage-schüler , oder mit Eatel Glaubenslehrling sagen.
Categoric, Lat. Praedicamentum ; buchstäblich über-setzt . heißt jenes Klagepunkt, dieses Beilegungspunkt,d. i. etwas, welches sich einem Gegenstände beilegen odervon ihm aussagen, praediciren , läßt. Aristoteles,welcher dieses Wort aus der Grichischen Gerichtsspra-che entlehnte, verstand darunter in seiner Dialectic die-jenigen allgemeinen Fächer, in welche sich alle unsereBegriffe, indem wir sie zu Sätzen oder Behauptungenverbinden wollen, ordnen lassen; und sonach könnte manauf Deutsch Begriffs - oder Gedankenfach dafür sagen.K a n t hat dem Grichischen Worte den Ausdruck Stamm-begriff des reinen Verstandes mit folgender Erklärungbeigefügt: „Der Begriff, der nichts als die reine syn-thetische Einheit eines Mannigfaltigen (in irgend einerAnschauung) zum Behuf des Begriffs eines Objectsüberhaupt, aussagt, und der a priori aller Erkenntnißzum Grunde liegt;"- eine Erklärung, welche selbst er-klärt zu werden nöthig hätte. — Trapp übersetzte dasGrichische Wort durch Gcdankcnform, um den dadurchbezeichneten Begriff auf der einen Seite von den For-men der Sinnlichkeit (Zeit und Raum), auf der an-dern aber von der Materie, dem Stoffe oder Inhalteder Vorstellungen zu unterscheiden. So wie das Wortim gemeinen Leben vorkommt, kann man füglich Klasseoder Fach schlechtweg dafür sagen, z. B. was Sie da2 ) 3 ' gemach»