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könnte man Anführer« dafür sagen. Nchinen Sie sichin Acht, könnte man zu einem sagen, der in einenmit Wasscrspielercien zum Anführen versehenen Gartentritt, hier gibt es Anführereien.
Attrüpiren, i. ertappen, erwischen; 2. anführen. Ichhabe ihn altrapirt, angeführt.
Attribuiren, zuschreiben, beilegen, beimessen. Zuschrei-ben wird sowol von löblichen als tadelnswürdigen Din-gen gesagt; beilegen mehr von jenen, und beimessenmehr von diesen. Dis beimessen kommt nämlich, wieAd. gezeigt hat, nicht von Maß und messen (metiti),sondern von dem veralteten messen oder missen her, wel-ches einst schelten bedeutete.
Attribut, 1. die Eigenschaft; 2. in der Fabellehre undden schönen Künsten, das Unterscheidungszeichen z. B.der Anker ist das Unterscheidungszeichen der Hoffnung.Man könnte auch Eigenschaftszeichen dafür sagen, weilman Nebcnbildcr darunter versteht, welche auf gewisseEigenschaften des dargestellten Hauptgcgenstandes deu-ten. Ad elung hat Beizeichen, als schon gebräuchlich,dafür angesetzt.
Aubade, ein Morgen- oder Frühstandchen, von aube,die Morgendämmerung. Es wird der Serenade (vonSera, der Abend) dem Abendstandchen, unddemblot-turno, dem Nachtstandchen entgegengesetzt.
Auberge, (spr. Obcrge), die Herberge, das Wirths-haus, der Gasthof: das erste deutet die gemeinste, dasletzte, welches mit dem Franz, bötel übereinkommt, dievornehmste Art von Wirthshäusern an. Wirthshaussieht, wie hier, zwischen beiden in der Mitte. Schenkeist fast überall eben so gemein, als Herberge, nur inHannover nicht, wo die vornehmsten Gasthöfe Schenkengenannt werden. Die Londner, die neue Schenke.
Aubergist, (spr. Obergist), der Wirth, anständiger derGastwirth.
An contraire , (spr. 0 kongträr), im Gegentheil, um->gekehrt.
Auction, die Steigerung oder Versteigerung. Das letzteist gin gebräuchlichsten. Im O. D. Gant; daher Gant-register oder Gantbuch für Auctionscatalogus. Im H.D.„ wo Gant schwerlich eingeführt werden dürfte, müß-te man Versteigerungsheft dazu sagen. Heynatz be-zweifelt sogar, daß Gant im O. D. gleichbedeutendmit Auction sei. Hier sind seine Worte: „Einigen Nach-richten zufolge, soll Gant, wenigstens in Schwaben,eine von Auction verschiedene Bedeutung haben." Scha-de, daß nicht hinzugefügt ist, worin diese Verschieden-heit denn eigentlich bestehe. Die R. a. meisibietend ver-kaufen , f. verauctioniren ist widersinnig; man müßtedem Meistbietenden oder aufMeistgebot verkaufen da-für sagen. Wir haben aber auch das gute Zeitwort ver-steigern. Die Büchersammlung soll versteigert werden.Man macht übrigens zwischen Auction und Subbas-tation den willkürlichen Unterschied, daß jenes von be-
weglichen, dieses von unbeweglichen Gütern gebrauchtwird. Unser Deutsches Versteigerung paßt für beides.
Auctionator , der Versteigerer; im O. D. der Gant-meister. S. aber Auction.
Auctor. S. Autor.
Auctorisiren. S. Autorisiren.
Auctoricät. S. Autorität.
Audienz, Gehör. Der Fürst gibt täglich jedermann infestgesetzten Stunden Gehör. Für Audiemzimmer müß-te man also Gehörzimmer sagen dürfen. Vielleicht wür-de man aber Zutrittszimmer oder Zutrittssaal lieberhören.
Auditeur, (spr. Auditör). Im O. D. hat man Feldrich-ter und Feldschultheiß dafür. Allein Schultheiß ist ver-altet, und gegen Feldrichter hat man eingewandt: daßes zu viel sage, weil der Auditeur im Grunde nur derSyndikus oder Rechtsbckraute, nicht der Richter desRegiments sei. Hierauf hat H e y n a tz (im Antibar-barus) erwiedert: ein Amtsrichter fei eigentlich auchnur Syndikus, und führe dennoch den Namen Richter.
Auditores, sind bekanntlich Zuhörer. Nur der gelehrteSteifling (Pedant) kann jenes lieber, als dieses, hörenund gebrauchen wollen. '
Auditorium, Hörsaal. Hederich und Frisch habenHorstubc, welches da, wo von Vorlesungen in kleinenZimmern, vor einer geringern Zahl von Zuhörern ge-halten, die Rede ist, statt jenes gebraucht werden könn-te. Indeß würde Hörzimmer in diesem Falle edler sein;auch zugleich bescheidener, als Hörsaal klingen, wenn je-mand von seinem eigenen Auditorium redet. Heynatzfand Hörsaal zum erstenmahle gebraucht in einem zuHalle i/Zy gedruckten Französisch-Deutschen Voca-bulario. Er erzählt bei dieser Gelegenheit, von einemältern Freunde gehört zu haben, daß dieses Wort an-fangs viel Aufsehen gemacht habe. Jetzt ist es allgemeinüblich; abermahls ein Beweis, daß man sich an dasAufsehen, welches neue Verdeutschungen zu machen pfle-gen, wenn sie sonst nur gut sind, nicht kehren müsse.
Augment, der Zusah, die Vermehrung. Augmentumsalarii, die Gehaltserhöhung.
Augmentation, die Vermehrung. „In der Tonkunstversteht man die Verlängerung oder Verdoppelung derNotengcltung darunter." Reichhardt.
Augmentiren, vermehren.
Augur , der Wahrschauer. Dieses bedeutende Wort, wel-ches so viel sagt, als: der das Wahre vorherschauer,paßt für das Lat. augur besser, als Wahrsager.
Auguriren, Wahrschauen. Wenn dieses Deutsche Wortim Hochdeutschen, wie Ad. sagt, fremd ist: so verdientes darin einheimisch zu werden. Wie viel besser, alsdas fremde auguriren, würde Herder es in folgendeStelle aufgenommen haben: „Daß also niemand ausdem Ergrauen Europa's den Verfall und Tod unsersganzen Geschlechts augurire (wahrschaue)."
S Auripig-