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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Weihrauch. Weinstock.

Weihrauch»

S. Cyrilla , die Hand oder Weihrauch über Kohlenhaltend.

Sie hatte sich, da sie den Götzen opfern sollte, freiwillig dieHand verbrannt, ohne den Weihrauch auszustreuen.

Es ist unwahrscheinlich, dass inan ,in der ältesten christ-lichen Kirche den Weihrauch als Opfer dargebracht. Einsolcher Gebrauch würde an die gottesdienstliche Form desverabscheueten Heidenthums erinnert haben; allgemein warder Glaube, die Götter nährten sich vom Genuss des Weih-rauches. Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Weihrauchzunächst nur dazu diente, den Leichengeruch in den Gängender Katakomben weniger spürbar zu machen. Späterhin, alsman wegen einer Annäherung an das Heidenthum wenigerängstlich zu sein brauchte, lehnte sich die Beibehaltung desWeihrauches gern an den alttestamenfhchen Opferritus an.

W'elnstock, Rebe. Siehe Traube.

Die Rebe bezeichnet die Bekenner Christi, der Weinstockbedeutet Christus. Ev. Johannes XV, 1. 5.

Auf sehr alten Bildwerken ist Christus oder das Lamm vonWeintrauben umgeben.

Eine speciellere Beziehung ist es, wenn durch die Traubeauf das Blut Christi oder die Märtyrer angespielt wird.

S. Davinus. Er wird abgebildet mit einem Kreuze aufder Schulter. Aus seinem Grabe wächst ein Weinstoch.

S. Maximüs von Nola, als Bischof. Zur Seite einenDornbusch, an dem eine Weintraube hängt.

Maximus war Bischof von Nola in Campanien, flüchtete in einerChristenverfolgung. Sein Diakonus Felix von Nola wurde seinet-