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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Taube.

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Sehr mildthätig gegen die Armen. Schon als Knabe schenkteer sein Kleid weg etc. In einer Grenzstreitigkeit zweier Edel-leute setzt er einen Stein als Mark und drückt seinen Fussdarauf ab, gleichsam als Siegel. Ueber seinem Grabe sollendrei feurige Kugeln erschienen sein; nach andern, dreiTauben. Vielleicht, dass sich die Tauben, nach der obigen An-deutung auf die Bislhümer beziehen, die er verwaltet, denn er warBischof von Noyon, welches Vermand, den alten Bischofs-sitz, in sich schloss, und von Tournay. In der Normandie gehnsehr viel Legenden von diesem Heiligen um und es scheint,dass darin allerlei fremdartige Elemente zusammengeflossensind. Medardus starb 55G.

S. Remigius oder S. Remi, als Bischof. Die Taube miteinem Oelßäschchen über ihm.

Er lebte bis in sein 22. Jahr in der Einsamkeit und wurdeeinstimmig zum Bischof erwählt, welche Wahl von Wunderzei-chen begleitet war. Er wirkte viele Wunder leere Wein-fässer füllen sich, Todte stehen auf, Blinde genesen, dasFeuer verlöscht u. s. w. Bei der Salbung des Königs Clod-wig, der von Remigius die Taufe begehrte, fehlte das Oel,weil der Diener, der es trug, in dem Gedränge nicht zur Kirchekommen konnte. Auf des Bischofs Gebet brachte eine Taubevom Himmel ein Fläschlein mit Salböl. Remigius starb 545.

S. Maurilius, als Bischof, Taube auf dem Haupte.Siehe unter Fisch.

S. Oswald, mit Königskrone, mit einem Raben, der einenRing im Schnabel hält. Der heil. Geist in Gestalt einerTaube über ihm. Siehe Rabe.

S. Thomas von Aquin, als Dominikaner und Kirchen-lehrer. Der heil. Geist geht aus seinem Munde[oder in sein Ohr) in Gestalt einer Taube. Erträgt einen Kelch. Siehe dieses.