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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Sonne.

als ein Trauni der Mutter erzählt wird, kann nicht be-fremden. S. Bernhardinus hatte zuerst während der Pre-digt, der Gemeinde eine solche Sonne mit dem NamenJesu vorgehalten, um sie zur Andacht zu erwecken. DerPapst Martin hatte es aber aus Furcht vor einem etwaigenMissbrauch verboten. Seit der Reformation wird es wiedergebräuchlich und die Jesuiten haben es als Ordenssignaturaufgenommen.

S. Bernhardin von Sienna, in Franziskanerkleidung.Eine Sonne, in deren Mitte I H S, in der Hand tra-gend, weil dieses Zeichen einst über ihm erschie-nen war.

Ein grosser Prediger in Italien, der in die Fussstapfen des S.Vincentius Ferrerius, seines Zeitgenossen, trat. Er predigteeinst so kräftig gegen das weltliche Leben, dass viele Zuhörerihre Spieltische verbrannten, worüber ein Handwerker in grosseSchrecken gerieth, da er sich in seinem Gewerbe ruinirt sah.Berhardin rieth ihm an, solche heilige Geräthschaften inskünf-tige zu arbeiten, wie er ihm auf dem Boden vorzeichnete. Erzeichnete ihm die Sonne mit dem Namen Jesu, durch welche Fa-brikation der Handwerker reich geworden. Bernhardin starb 1444.

S. Vincenz Ferrerius, in Dominikanerkleidung. GrosserMissionär. Eine Sonne, in deren Mitte I H S, tragend.Bekehrte Juden oder Sarazenen um ihn. Zuweilenauch eine Lichtflamme um das Haupt. Er starb 1419.

S. Ignatius von Loyola, im Kleide der Jesuiten , I H Sauf der Brust, oder innerhalb einer Sonne in derHand haltend. Starb 1556.

S. Columban, eine strahlende Sonne über dem Haupte.

* Grosser Missionär. Anspielung auf den Traum seiner

Mutter, sie bringe eine leuchtende Sonne zur Welt.Vergl. unter Bär.