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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Scheiterhaufen.'

S. Martina , auf einem brennenden Scheiterhaufen,den der Regen auslöscht. Zur Seite den Tempelder Diana, in den der Blitz fährt. Eine Zangedeutet auf die Marter, die sie erduldet.

Der Kaiser Alexander Severus erschöpfte sich darin, Marter zuerfinden, durch die er Martina zwingen wollte, seine Götterzu verehren. Er musste die zerfleischte, vom Feuertod wunderbarerrettete Jungfrau endlich enthaupten lassen. An demselbenTage ward er wahnwitzig. Vergl. Tempel.

S. Fructuosus, als Bischof (von Taragona), auf demScheiterhaufen Loblieder singend. Er wurde mitzwei Diakonen im Jahr 259 in dem Amphitheaterverbrannt.

S. Polycarpus, als Bischof, auf einem brennendenScheiterhaufen.

Er war ein Schüler des heil. Johannes und Bischof von Smyrna.Da ihn die Flammen verschonten, musste ihm ein Fechter denDolch ins Herz stossen. Starb 166.

S. Nicetas. Scheiterhaufen.

In der griechischen Kirche einer der grossen Märtyrer, wurdeunter dem Ostgothen-König Athanarich 372 verbrannt. Nicetas undSabas sind die zwei berühmtesten Heiligen der gothischen Nation.

Aristion von Alexandrien. Scheiterhaufen. Griech.Kirche.

S. Tiiimotheus und S. Maura , auf einem Scheiter-haufen.

S. Apollonius, genannt der Mönch, als Diakonus ab-gebildet. Scheiterhaufen. Er lebte in der thebaischenWüste, und wurde um 300 zum Holzstoss verdammt, der aberwunderbar gelöscht wurde, worauf der Heilige im Meere er-tränkt ward; doch schwamm die Leiche ans Land.