Quellen.
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Erde gepflanzt, nöthigt fast zur Annahme, dass das Bild ur-sprünglich symbolisch war, und im Allgemeinen so zu ver-stehen sei, wie es noch neuerdings Philipp Veit in seinemunvergleichlichen Frankfurter Frescobild genommen hat. Inder Wüste, oder im alten, heidnischen Götterhain, unter demzertrümmerten Tempel der gestürzten Götzen — oder wiees sonst mag motivirt sein — quillt der Born eines neuenLebens hervor, das lebendige Wasser, von dem in dem Evan-gelium gesagt ist. Dass das Bild Mosis, der aus dem FelsenWasser schlagt, häutig auf den cyklischen Bildern in den Ka-takomben gefunden worden, ist schon oben gesagt. Siehe Fels.Fs war seit der ältesten Zeit her der christlichen Sinnesartgeläufig, die sinnbildliche Bedeutung des Wassers in jenemmystischen Zusammenhang zu erfassen und zu verstehen. Ichmuss daher annehmen, die stets wiederkehrende Erzählungvon solchen Quellen, deren so sehr viele Legenden Erwähnungthun, ist aus dem missverstandenen Bilde entsprungen. EinChronist des achten Jahrhunderts (Beda) erzählt, dass indem Stalle zu Bethlehem, in der Nacht, da Christus geborenward, eine neue, vorher unbekannte Quelle entsprungen sei.Hier tritt die Natur des Symbols am augenscheinlichsten her-vor. Wenn er der Quelle einen häuslichen Zweck unterlegt,so beweist es nur, dass er die Legende aus alter Zeit über-kommen, und selber nicht mehr verstanden hat. Sonst ist esmeistens der Stock des Heiligen, der die Quelle hervorruft.Hierbei fällt zunächst auf, dass gerade die Heiligen, vondenen solche Wunder gemeldet werden, zumeist als Apostel([Missionäre) für die Ausbreitung des Evangeliums gewirkthaben. Vielleicht liegt in diesem Stock die ursprünglicheForm des bischöflichen Hirtenstabes erhalten, und die ganzeLegende lässt sich in den Begriff übertragen: Das Lehr-
CBischof-) Amt (die Kirche) hat hier durch jenen Diener
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