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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Kleider Knochen.

Kleider.

S: Ildefonsus, als Bischof. Die heil. Jungfrau reichtihm ein Messgewand.

Er war ein grosser Vertheidiger der kirchlichen Lehren vonder Jungfräulichkeit der Maria. Am Morgen des FestesMariä Himmelfahrt schenkte ihm diese, auf dem bischöflichenThrone sitzend, ein weisses Messgewand. Kein Bischof yonSevilla hat wieder auf dem Stuhle gesessen. Er starb 662zu Sevilla.

S. Paulus Eremita

wird gewöhnlich durch seine absonderliche Kleidung kenntlichgemacht. Er trägt nämlich' Palmblätter, weil er sich in dieBlätter eines Palmbaumes gekleidet, der vor seiner Höhlestand und ihm zugleich Nahrung gewährte. Vergl. Palm-blätter unter Blätter.

S. Euphorbia von Alexandrien, eine Jungfrau inMönchskleidung , weil sie als Mann verkleidet, unterdem Namen Smaragdus, in ein Mönchskloster gegan-gen war. Fünftes Jahrhundert.

S. Marina, als Jungfrau in Münchskleidung. Vergl.unter Kind.

S. Hildegunde, Jungfrau. In Männerkleidern. Ein En-gel zu Pferd begleitet sie. Siehe unter Engel.

Knochen.

Simson mit dem Kinnbacken in der Hand.

In einigen Kirchen finden sich Simsonsbilder, die als Stützenunter der Kanzel angebracht sind. Zunächst denkt man wohlan Simsons Stärke, und so hat man auch gewöhnlich dieseKanzelstützen erklärt. Die Deutung liegt aber nicht so ganznahe und dürfte leicht einen weiteren Zusammenhang zulassen.In der symbolisirenden Weise des Mittelalters wird nämlich