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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Blälter, Palmen, Kränze, Zweige.

bräuchlich, wie »der Fahne Christi folgen. JederGläubige wurde als Sieger über den Tod gedacht und warder Palme würdig. Erst die spätere Kirche gibt ausschliess-lich den Blutzeugen die Palme. Hier ist es die Sieges-palme der Streiter im Dienst der Kirche. Eine frühereZeit pflegte den Martyrtod oft durch Oelzweige anzudeuten.Der Kranz war wiederum schlechtweg Siegeskranz. Der Oel-zweig aber lässt einen weitern symbolischen Zusammenhang er-kennen. Der Oelzweig, den Noahs Taube gebracht, wurde inVerbindung mit dem Wasser und so mit der Taufe gesetzt. DasMartyrthum aber ist die Bluttaufe. Nicht selten findet sich mitder Palme der Vogel Phönix verbunden. Von beiden berichtetdie mystische Naturgeschichte, dass sie aus ihrer Asche neu auf-erstehen. So mag denn die Palme auch Symbol der Wieder-auferstehung nach dem Tode geworden sein. Durch die Taufeist der Sieg über den Tod und die Auferstehung vermöglicht,dafür spricht das häufige Vorkommen derselben auf Särgen,selbst bei ganz jungen Kindern, bei denen an Martyrtod nichtzu denken ist. Die spätere Kirche gab jedoch den Märty-rern, als den Auserwählten Gottes, ausschliesslich die Palme,wol in Beziehung auf Apokal. VII, 9. VI, 911. Es istder vorliegenden kleinen Schrift unmöglich, die h. Personen,denen in der kirchlichen Iconographie die Palme gegeben wird,anzuzeigen. Gemeiniglich haben dieselben noch ein und. dasandere Attribut oder Symbol, was sodann nachzuschlagen ist.

Palmblätter.

S. Paulus Ehemita. Er ist in Holzschindeln oder Blätterge'ileidet, ein Rabe zur Seite.

Dieser Paulus wird gewöhnlich der erste Einsiedler genannt. Erist in UnlerUiebais geboren, flüchtete in der Decischen Ver-folgung fer war damals 22 Jahre alt) in die Wüste und lebtelang in einem Berge. Ein Palmbaum vor seiner Höhle gab.