Davon was sie bedächtig gesonnen
Und lang genährt hat insgeheim,
Legt sie in's Gattenherz den Keim,
Der wo er fiel zu sprossen begonnen,
Und Wurzel treibt, Frucht, neue Banken,
Fortwächst zu Thaten und Gedanken;
Es ist ein Weib aus der Vendee,
Das eh' ein Kind es schaukelt im Arm,
Den Boden, der es gebar, liebt warm,
Mitfühlt der Heimath jegliches Weh;
Oel träufelt in seiner Freunde Wunden,
Dass bald vernarbend sie gesunden;
Gen seine Feinde Kugeln giesst
Und, fehlt's an Schützen, sie selber schiesst;
Und, hielt' die Hand nicht fest und stark,
Mit Aug' und Herz trifft bis in's Mark;
Das, wächst die Gefahr, das Schwert erhebt,
Sich vor die Schwelle stellt und ficht,
In's Jenseits verhilft so manchem Wicht;
Wenn Alles misslingt, vor Gift nicht bebt;
Es ist ein Weib, das an der Scholle,
Auf der es geboren, begeistert hängt,
Das, wie der Jammer auch drängt und drängt,
Das Auge das vertrauungsvolle
Aufschickt zum Himmel im höchsten Weh:
Von ihm hofft Bettung das Weib der Vende"e.
Es lebt in Einsamkeit das Paar,Der Sorge des Hauses und seinen Kindern,Und weiss durch Eintracht ganz und garDen Kummer der Tage klug zu lindern.
„0 Einsamkeit, in deiner Stille
Lebt schaffend des Friedens seliges Glück;
0 dass mit ihres Segens Fülle
Die himmlischen Tage kehrten zurück,
Wo auf der Liebe lockenden Kuf
Die zärtliche Muse emsig schuf."
„Wo meiner Stube trauliche BäumeEinschlössen die kühnsten Fantasien,Und jeder meiner gewagtesten Träume,Verwirklichet zu werden schien.Wo niemals mir die Macht gefehlt,Zu herrschen in dieser kleinen Welt."
„Des Epheu dunkelgrüne Banken
Sie drangen von Aussen herein zu mir,
Verknüpften meine stillen Gedanken
Alleinzig, Aussenwelt, mit Dir;
Fürwahr, ein sanftes, ein lockeres Band:
Das, wenn ich wollte, zerriss meine Hand."
Diess selbst sich geschaffene Paradies
Graf Kervegan nur selten verliess,
Zuweilen — er muss es lassen geschehn —
Lässt er in Demuth hei Hof sich sehn,
Daselbst in ritterlichem Schweigen
Dem König die Treue zu bezeugen.
Indess sorgt seine Hausfrau daheim;
Und ihre Milde segnend waltet,
Wo fördernd des Herren Strenge geschaltet.
Sie pflanzt den Söhnen der Tugend Keim
In ihre jugendlichen Seelen,
Sorgt, dass sie nie zur Messe fehlen.
Und pflegt und biegt das junge Eeis
Zum Segen der Menschheit und Gott zum
Preis,Dass unter mütterlichem MahnenSie wandeln auf geraden Bahnen,In ihren Herzen Glauben und Kecht,Streng gegen sich, mild gen den Knecht.Und kehrt der Graf vom Hof zurück,Ob seines Königs Huld voll Glück,Dann schaut er Garten, Wald und FeldMit sonderlichem Fleiss bestellt,Und seine Söhne, rührig und gut,
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