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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Es kämpft nun Alles auf andrem Feld:Die Gabel rührt sich, es klingt das Messer,Die muthigen Kämpfer sind tüchtige Esser;Den Kummer zu bannen, zu stacheln den MuthDarbieten die Flaschen ihr glühend Blut.In Gläsern perlt der duftige WeinUnd schimmert so helle und strahlet su rein.0 dass die Seele der wackren StreiterDie jezt ihn trinken, auch wäre so heiter!Wohl in das endlose Grab der KehleGiesst aus manch Glas seine feurige Seele;Und dieser Geist weckt die Trauer nichtUnd zündet nur der Freude Licht.Der köstlichen Labung würzige ZeichenKuhn auf den Schüsseln die dampfenden

Leichen ;Das ist ein Kampf; doch nur der Tod,Nur was bereits Leiche, wird bedroht.Und sorgsam wird des Gastes gedachtIhm Trank und Speise dargebracht.Wer dächt' als des Todes Opfer Alle,Die emsig da sitzen in der Halle,Indessen die Becher kreisen herum.

Da tönt gesungen von kräftigen Stimmen,Dass zitternd die Töne im Räume verschwimmen,Die Hymne an das Königthum:

Es irrt ein Volk in dunkler Nacht,

Das seinen König verloren;Es haben Könige vollbracht

Wenn Grosses ward geboren.Forscht emsig nur im Lauf der Zeit:

Es sind die Völker verkümmert,Wenn sie unter sich im wirren Streit

Das Königthum zertrümmert."

Und hat ein König menschlich gefehlt

Das rechte Ziel nicht gefunden,Dann hat sein Erbe gluthbeseelt,

Geheilt des Volkes Wunden,0 haltet an den Fürsten fest

Sonst irren verleitet die MassenEin Volk das seinen König verlässt

Das hat sich selbst verlassen."

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