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Noch immer nicht ahnend, dass Gefahr
Dort meldend mit gesprächigen Zungen:
In nächster Nähe erschienen war.
Wie ihnen der Ueberfall gelungen!! —
Vom Gange her erschallen Tritte;
Entwaffnet wird Carnac, man bindet ihn
Graf Kervegan, in der Gäste Mitte,
Und zum Gefangnen der Graf tritt hin:
Horcht auf, ist rasch emporgesprungen —
„Willst du dein Ehrenwort verpfänden,
Als Carnac mit seinen vier Genossen,
Nicht mehr gen uns das Schwert zu erheben?"
Zum Kampf auf Leben und Tod entschlossen,
— In deine Macht bin ich gegeben
Zum Eingang der Halle vorgedrungen.
Mein Schicksal liegt in deinen Händen —
Ein Mann erhebt sich Alles vom Tische
„Gelobst du in meines Schlosses Hallen
Und greift nach den Waffen, Ritter und Bauer;
Frei ein Gefangener zu wallen? —
Es ist als ob im Ungewitter
Ein ungefährlicher Genoss,
Ein Blitz um den andern aus Wolken zische.
Bist du ein Gast in meinem Schloss.
„Ergebt Euch! ruft Graf Kervegan
Gelob' es, frei bist du sofort,
Verwegne I .Sonst ist's um Euch gethan."
Geringe nicht halt' ich Manneswort." —
Da flammt's, da knallt's, ein Augenblick noch
Und Carnac gelobt es — seine Glieder
Die Kugel sehlägt in's Getäfel ein Loch,
Entfesseln Alle rührig wieder,
Dass von der Wand die eichenen Splitter
Er ist unter Freien ein freier Mann,
Auf Bauernhof fallen und Helm der Ritter;
Sein Wort hält den Verrath im Bann.
Dem Grafen galt sie, der rasch sich bog,
Der Graf spricht weiter: „Wir halten Stand
So dass sie den Schädel überflog,
Und kämpfen mit bewaffneter Hand.
Der Graf jedoch keine Miene verzog —
Doch Gastrecht wird bei Uns geehrt:
Schon knakt der zweiten Pistole Hahn,
Es zwingt dich Niemand, dass du das Schwert
Und zielend hebt sich Carnac hinan;
Erhebest gegen deine Freunde.
Da stürzt, ein Chouan sich auf den Verwegnen:
Sie sind nicht deine, nur unsre Feinde." —
„Tollkopf, ich will das Bad dir segnen!" —
War solche Milde doch unerwartet!
Und eh sich vernichtend der Funke entzünden,
Beschämt schlug Carnac die Augen nieder;
Hat er den Gegner erfasst am Arm
Vasallen des Königs handeln bieder,
Und ihm ans der Hand die Waffe gewunden,
Es handelt nur rohe Gewalt entartet.
„Dass dein sich der Himmel, Unsinn'ger, erbarm!"
Nun hält es keinen der Kämpfer mehr,
Sie fallen über den Schützen her,
„Du bist mein Gast, nimm Thcil am Mahle
Indess die Begleiter in wirrer Flucht
Gestört durch dein Erscheinen im Saale." —
Die Füsse nicht schonen — das Leben ist
Und schweigend nehmen die Kampfgesellen
theuer —
Von Neuem ein die verlassenen Stellen.
Behend sich stürzen in den Weiher
Die Schwerter in die Scheiden fliegen,
Und schwimmen zum Schifflein, versteckt in
Die. Flinten wieder am Rücken liegen,
der Bucht,
Das Krachen und Klirren ist eingestellt.
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