Und wenn sie von schwerer Arbeit rasten,Dann suchen sie gerne Zeitvertreib,Und lassen es sich so gerne sagenWas Grosses zu Land sich zugetragen.
Carnae, des Grafen Kampfgenoss,Mit ihm verbunden durch innige Bande,Der mit ihm durchzog so manche LandeUnd manche Kugel mit ihm verschoss,Gab ihnen mit beredtem Munde,Von Manchem lebensi'rische Kunde.Der Lauf des Schiffes ist geregelt,In Majestät dahin es segelt;Die Mannschaft rastet und fleht mit MienenIhn an, der so seltsame Dinge weiss,Schliesst um ihn einen lebend'gen Kreis;Aus ganzer Seele willfahrt er ihnen:Kr hat ihnen vom Kaiser erzählt,Wie schwerer Jammer,.blutige Klagen,Vergessen worden in glänzenden Tagen,Als er in Siegen durchbraust' die Welt;Wie er gedämmt des Volkes Wüthen,Auf Trümmer gebaut so fest und stark;Wie er, die Menschheit zu behüten,Den Wahnsinn verschluss im ehrnen Sarg;Einsetzte des Geistes heilige Rechte,Und, mit, dem anarchischen GeschlechteIm Kampf, glorreichen Sieg behielt;Wie käuflicher Seelen schnöder Verrath,Zerstört, was er so wacker erstrebte,
Und, eh' er noch die Frucht erlebte,Beschleunigt seine letzte That.
Da redet ein Matros' ihn an:„Es sind Vende'er die Kervegan;„Der Ritter, mit dem ihr durchwandert die Welt,„Der schweigend drüben schaut in die Wellen,„Zählt wohl zu den wackersten Gesellen;„Die Narben sagen: es ist ein Held.„Auch ich bin der Vendee entstammt,„Die für das Kö'nigtbum entflammt,„Und denk' aus meinen Jugendtagen,„Dass dieses alte Herren-Geschlecht„Sich für der Konige heiliges Recht„Seit es bestanden, treu geschlagen.„Vom Vater geht im Volkesmunde,„So unvergesslich schöne Kunde;„Erzählt es wie's geschah, dass heute„Der Sohn steht an des Kaisers Seite,„Erzählt vom Vater und vom Sohne,„Vom Vater, der für den König litt,„Vom Jungen, der für die Kaiserkrone,„In heissen Kämpfen blutig stritt."
Und Carnae sinnt, und enger zieh'nDie Männer den schönen Ring um ihn.Was er von Begeisterung durchglommenErzählt, das hat die Muse vernommen,Und treu im begeisterten GedichtGibt sie den seltsamen Berieht:
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