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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Di

lie Segel, grauweisse Mövenflügel,Sie tragen das Schiff über Wellenhügel,Den Kaiser vom theuren VaterlandHinweg an fernen Inselstrand,Zu bannen seine WeltgedankenIn eines Eilands enge Schranken.Er, dessen unerforschter WilleEntschied des Erdballs Wohl und Weh,Steht am Verdeck, betrachtend stilleDie weite unergründliche See.So unergründlich wie das Herz,Das ihr gleich auf und tiicderDuthet,Gebrochen fast noch nicht verblutetUnd überlebt den höchsten Schmerz.Auf dem Verdeck, die Atme verschränkt,Steht er in tiefe Gedanken versenkt;Ob ihn die Sonne niedersinkendIm Scheiden noch voll Wehmuth winkend,Eh unter den Fluthen sie verschwand,Nicht seiner eigenen Grösse mahnt?Gleich ihr ist er im StrahlenbogenGewaltig über die Erde gezogenWird es geschehen, dass über NachtZu neuem Glanz auch Er erwacht?

Die Wasser rauschen leis' und leiser,

Zu stören nicht den sinnenden Kaiser,

Der, wenn auch ein besiegter Mann,

An seine Siege nur denken kann,

Und dem an Grösse kommt keiner gleich,

Wie mächtig das Volk, wie gross das Keich,

Den manches künftige Jahrhundert,

Wenn Alles vergessen, noch immer bewundert.

Und drüben steht Graf Kcrvegan,Mit Blicken messend die Wasserbahn;Die Narben auf seinem AngesichteSie fesseln den Blick, der sie gewahrt;Des schönen Jünglings LebensfahrtGibt eine seltsame Geschichte

Es regt sich ein Leben frisch und munter

Auf dem Verdecke, Matrosen springen

Das Takelweik lu»tig hinauf und hinunter,

Indess sie ihre Lieder singen;

Sie rühren fleissig den flinken Leib

Und lugen hinaus in die See von den Masten;

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