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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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eines geeigneten Hauses zu denken. Das ehemalige Rent-meistereigebäude mit Hof räum und dem anliegenden Gar-ten in der Oberstrasse, welches für ein Waisenhaus durch-aus geeignet war, wurde öffentlich zum Verkauf ausge-stellt. Herr Dechant Vassen kaufte im Vertrauen auf dieOpferwilligkeit der katholischen Bürgerschaft das genannteGebäude zu 6000 Thaler. Sofort wurde dasselbe durchUmbau und Einrichtungen im Innern mit einem weiterenKostenaufwand von 5000 Thalern für die Zwecke einesWaisenhauses fertig gestellt, und konnten sofort 3040Kinder Aufnahme finden. Das neue Waisenhaus wurdeunter den Schutz des hl. Joseph gestellt, und im Oktoberdes Jahres 1855 übernahmen die barmherzigen Schwesternaus dem Orden des hl. Karl Borromäus die Leitung derAnstalt. Nur wenige Jahre vergingen, und schon war esdem Herrn Dechant Vassen möglich, die ganze Kaufsummeabzutragen. Immer weitere Mittel wurden von dem imJahre 1856 gegründeten Waisenhaus-Verein der Anstaltzugewiesen, und so war der Fortbestand derselben fürlange Zeit gesichert, zumal im Laufe der Jahre frommeVermächtnisse dem Hause zugewandt wurden. Herr De-chant Vassen begann schon 1856 mit der Kgl. RegierungVerhandlungen anzuknüpfen, um für die Anstalt die Rechteeiner juristischen Person zu erlangen. Endlich nach 10Jahren, im Oktober 1866, kam die landesherrliche Geneh-migung. Somit war der Bestand des Waisenhauses fürdie Zukunft gesichert, die Anstalt war nunmehr in der Lage,selbständig ihr Eigenthum zu verwalten, sowie Geschenkeund Vermächtnisse auf den eigenen Namen anzunehmen.Die Vermögensverwaltung wurde statutgemäss von einemKuratorium geführt. Auf den Wunsch der katholischenBürgerschaft wurde auch bald eine Kinderbe wahrschulevon den Schwestern errichtet, welche sich eines starkenBesuches erfreute. Segensreich wirkten die Schwesternunter der Leitung der Oberin, der jetzt noch in Trier wei-lenden Schwester Johanna, von 1855 bis 1877, in welchemJahre sie durch denKulturkampf" vertrieben wurden.Die Eheleute Heinrich Blatzheim übernahmen nunmehr

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