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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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-einenkonstitutionellen Verein", der für die Monarchie ein-trat, eine Volksvertretung in 2 Kammern, völlige Gleich-heit aller Staatsbürger, Abschaffung der Adelsvorrechtesowie eine progressive Einkommensteuer forderte. Am7. August wurde hier in Düren die Wahl des Reichsver-wesers Erzherzog Johann durch Festzug und Te Deum inder Annakirche, Parade des Bürgerschutzvereins auf demViehmarkte, Festschiessen Nachmittags auf dem Schützen-graben um eine goldene Medaille, allgemeine Häuserbe-leuchtung und Festball gefeiert. Am 11. Oktober 1848richteten Bürgermeister, Gemeinderath und Bürger derStadt Düren an die preussische Nationalversammlung dasGesuch um Schaffung eines Grundgesetzes, umdem ge-setzlosen Zustande ein Ende zu machen". Nach der Ver-legung und Vertagung der preussischen Nationalversamm-lung und dem dadurch entstandenen Konflikte erklärte:sich am 28. November eine Wahlmänner-Versammlung imEsser'schen Saale an der Eisenbahn in einer Adresse anden König sowie an den Präsidenten der in Berlin weiter-tagenden Volksvertretung im Sinne einer versöhnlichen Aus-gleichung. Am 8. Mai 1849 erkannte in Köln ein Kongressder Gemeinclevertreter aus 303 Städten und Ortschaftender Rheinprovinz die Reichsverfassung vom 20. März 1849an und stellte sich gegenüber Preussen auf die Seite derFrankfurter Beschlüsse. Die Reichsgewalt solle Anordnun-gen treffen, um eine Gegenrevolution zu Schande zu machen,die Reichstruppen zusammenziehen und beeidigen. Eswurde für Preussen Entlassung des Ministeriums Manteuffelund Einberufung der Kammern verlangt, dagegen sei dieEinberufung der Landwehr eine unnöthige Massregel. DerGemeinderath nahm diese Erklärung an, trotzdem derOberpräsident in einem Erlass von derwenig verhülltenDrohung einer gewaltsamen Losreissung der Rheinprovinzvon der preussischen Monarchie" sprach und zur Gesetz-lichkeit mahnte, sonst werde die Regierung von den Mit-teln der Gewalt, die ihr zu Gebot stehen, Gebrauch machen.Das Streben nach dem Zustandekommen des deutschenEinigungswerkes blieb nach der Weigerung Friedrich Wil-