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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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ten auf dem Hauptmarkte und jedem Bürger ward ange-sagt, für wie viele Pferde und Mann er Proviant bringenmusste. Dieses Volk setzte die Bürger in Erstaunen undauch in Schrecken. Am andern Tage marschirten sie nachAachen. Diesen folgten die Lützower berittenen Jäger,dann Lapouchin mit seinem russischen Korps und so fortdie Truppen aller verbündeten Nationen. Am 10. Januarwurde durch Schellenklang im Namen Alexanders, Kaisersvon Russland, und der verbündeten Mächte bekannt ge-macht: die bisherige französische Verwaltung bestehe einst-weilen fort, jedoch sei alle Verbindung mit Frankreichuntersagt; die etwa zurückgebliebenen oder verstecktenfranzösischen Militairs sollten angezeigt werden. In Dürenwurden sogleich Magazine aller Art angelegt. Zu denLieferungen in die Magazine mussten die Kantone Froitz-heiin, Gemünd und Jülich exekutorisch angehalten werden,da Düren nicht im Stande war, alles aufzubringen. Täg-lich musste der Pferdepark über 300 Pferde stark sein,theils um das viele und schwere Geschütz samt Bagageohne Aufenthalt auf den schlechten Wegen fortzubringen,theils um Lieferungen anderwärts abzufahren. Vor derFestung Jülich standen 1000 Mann Kavallerie und 2000Mann Infanterie vom Regiment des Majors Taratoff. Die-sen wurde von Düren aus die nöthige Fourage geliefert.Am 30. Jan. brachten die Russen 22 gefangene Fran-zosen in Düren ein. Diesen wies der Maire den erstenGasthof Dürens (Pfälzerhof genannt) zum Quartier an. DerWirth, ein geborener Franzose, gedachte, seine Landsleuteals liebe Gäste herrlich zu bewirthen; allein dieses mussteauf Drohung eines russischen Offiziers unterbleiben. AlsGefangene, sprach er, nicht als Herren, sollen sie ,,bequar-tirt" werden. Mehrmals wurde, namentlich auch von Be-amten, für diese Franzosen eine Kollekte abgehalten, diereichlich ausfiel. Unter dem 25. Febr. 1814 wurde für die kgl.schwedische Leibgarde auf Befehl des Kronprinzen eineRequisition von 300 Mänteln, 300 Schabracken, 300 Man-telsäcken und 300 Tschakos gemacht, welches alles binnendrei Tagen verfertigt sein sollte. Alle Läden Dürens wurden

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