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geführt; unter Anderm findet sich in einer glaubwürdigenNotiz bemerkt, dass die Bewohner der Umgegend gezwun-gen waren, jedem Soldaten neben ganzer Verpflegung-täglich ein Kopfstück (5 Sgr. 5 Pfg.) zu zahlen, welchesbeim Mittagessen unter dem Teller liegen musste. DerStadt selbst wurde von dem Prinzen a t oii Hessen-Kassel■ eine Kriegssteuer von 4640 Florin für jeden Monat auferlegt.Zudem mussten Düren und die 4 Gerichte beim Abmärscheder Truppen am 19. Januar des folgenden Jahres 4550 Florin«entrichten und weiterhin dem General ein Zeugniss ausstei-nen, dass seine Soldaten sich musterhaft betragen hätten.Nach dem Abschlüsse des Friedens währten die Einquar-.tirungen und Durchzüge der kaiserlichen Truppen noch■einige Zeit fort. Am 21. April 1736 zog der GeneralGraf von Seckendorf mit dem ganzen Stabe in Düren ein,:an demselben Tage, an dem sein langjähriger Waffenbruder,Prinz Eugen von Savoyen, zu Wien sein ruhmvolles Le-ben endete.
Der österreichische Erbfolgekrieg (1740—48) verur-sachte dem Herzogthum Jülich, wie ganz Deutschland, aufsneue schmerzliche Wehen. Obwohl nicht Schauplatz be-•deutender Gefechte, litt es doch sehr durch die abwechselndeBesitznahme von den kriegführenden Parteien und unter■den immerwährenden Einquartirungen und Anforderungen.Am 7. November 1741 bezogen französische Truppen inund bei Düren Winterquartiere. In die Stadt selbst kamenausser dem Generalstabe zu liegen 48 Kapitains, 62 Lieu-tenants, 102 Sergeanten, 1902 Gemeine, 51 Tambours,nicht eingerechnet der Tross von Dienerschaft, Wagen-knechte und Marketender, und 234 Pferde. Die Stadtwar dadurch so überfüllt, dass auch die Pfarrwohnungen und■die Klöster der Jesuiten und Kapuziner mit Soldaten be-legt werden mussten; aber dennoch konnten die Leute nichtalle gehörig untergebracht werden, und eine Abtheilungmusste nach Nideggen ausrücken. Für das Feldlazareth,welches von Aldenhoven nach Düren verlegt wurde, nahmman das Franziskaner-Kloster in Anspruch. Die nöthigenUtensilien dafür wurden in der Umgegend requirirt; das