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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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von der nahen Ankunft dieses Heeres sandte der MagistratDeputirte entgegen, um den Prinzen, falls er hier sein Lageraufschlüge, zu bewegen, dazu die Ruhrwiesen zu benutzenund die Felder wegen der aufstehenden Saaten zu scho-nen. Die Deputation sprach mit Eugen am 2. Juli undbegleitete ihr Gesuch mit einem Geschenke köstlichenWeines. Der Prinz ertheilte ihr den Bescheid, wo mög-lieb, wolle er dem Wunsche der Stadt entsprechen, er könnejedoch nicht eher die feste Zusage. geben, bis er an Ortund Stelle das Terrain angesehen habe. Die grosse kai-serliche Armee kam am 4. Juli hier an und schlug ihr La-ger längs der Ruhr auf. Durch Verwenden des General-Quartiermeisters und des Generalmajors von Volkershottenwar dieser Platz zum Lagern gewählt worden; aus Dank-barkeit verehrte die Stadt dem Erstem 50 Rthlr., demLetztern zwei Ohm Wein. Der Generallieutenant Wilckenskamp'irte mit den Hessen auf der Haicle am Johannes-Häuschen und überschritt die Ruhr, ohne die Stadt zu be-rühren; dafür beschenkte ihn der Magistrat ebenfalls mitWein. 1709 vom 5. Januar bis 10. April garnisonirtenin Düren hatzfeldsche Dragoner. Als dem Magistrate dieNachricht zuging, dass auch den Winter über die Stadtmit Soldaten belegt werden sollte, beschwerte er sich unterdem 10. November beim Kurfürsten, dass die angekündigteEinquartirung mit den Kräften der Bürgerschaft im Miss-verhältniss stehe, indem bei der Menge in baulosem Zu-stande befindlicher Gebäude kaum noch 300 Häuser hierseien, welche Soldaten beherbergen könnten, und unterjenen wären wenigstens 100, deren Besitzer dem Kriegernicht einmal Feuer und Licht zu beschaffen vermöchten. Die-ser Vorstellungen ungeachtet rückten schon wenige Tagespäter das gräflich sulzbachsche Regiment unter Oberstvon Dopf und sechs Kompagnieen vom sachsen-meinin-genschen Regiment hier ein; sie verweilten bis Mitte Maides folgenden Jahres. Die Last dieser Einquartirung warum so drückender für die Stadt, als diese die Früchteder in ganz Deutschland und Frankreich herrschendenTheuerung wegen mit vieler Mühe zu hohen Preisen