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haben sie so viele Kontributionen ausgeschrieben, dass nochviele Gemeinden wirklich daran zu bezahlen haben."
Der damalige pfalzneuburgische Kommandant von Dü-ren, Oberst von Ruland, kam beim Magistrat wiederholtmit dem Gesuche um Reparatur seiner Wohnung, derBubenheimer Burg auf dem Viehmarkt (jetziges Land-rathsamt), ein. Der Magistrat erklärte unterm 30. August,dass der Stadt diese Pflicht nicht obliege, und er be-schloss gleichzeitig, dem Kommandanten die seinen Vor-gängern anstatt Quartiers jährlich zugelegten 16 Rthlr.durch Notar und Zeugen anbieten zu lassen.
Am 12. Oktober 1678 erschien die Avantgarde derArmee des Marschalls von Luxemburg unter dem OberstMelac A'or Düren und verlangte die Oeffnung der Thore.Obwohl die Stadt durch den am 9. Oktober geschehenenAbzug der herzoglichen Garnison ganz von Truppen ent-blösst war, so hielt die Bürgerschaft es doch für schimpf-lich, sich von einem nicht bedeutenden Haufen in die Engetreiben zu lassen, und schlug daher die Forderung ab.Die Franzosen verfolgten ihren Marsch gegen Nörvenichhin, ohne etwas gegen die Stadt unternommen zu haben.Am andern Morgen langte incless das Gros der feindlichenArmee unter dem Marschall von Luxemburg selbst an, der dieTruppen zwischen Gürzenich und der Ruhr sich aufstellenliess. Von hier aus ward ein Parlamentair zum Magistrate ge-sandt mit dem Verlangen, dass man Abgeordnete in dasQuartier des Marschalls senden möge, um dessen Vorschlägeanzuhören. Dem ward entsprochen. Der Marschall schluggütliche Uebergabe der Stadt vor, welcher für diesen Fallmöglichste Schonung und friedfertige Behandlung verspro-chen wurde; wofern die Uebergabe im andern Falle mitden Waffen erzwungen werden müsse, wurde angedroht,dass kein Menschenleben verschont bleiben solle. DieseErklärung ward der Bürgerschaft auf den Zünften mitge-theilt und ihr vom Magistrat die Entscheidung überlassen.Sie entschloss sich zur freiwilligen Uebergabe, woraufdie Franzosen am Nachmittag des 13. Oktober von derStadt Besitz nahmen. Der Marschall von Luxemburg