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die Stadt, sondern auch die ganze Umgegend angestecktwar. Der Magistrat verordnete am 29. August 1665, dassdie Warte- oder Zeil-Schwestern in der Plätzergasse inihrem Kloster verbleiben und nicht ausgehen sollten, alswenn sie zu Kranken gerufen würden, auch dürften sie nurin ihrer Kirche die Messe hören. Alle, „deren Häuser be-reits inficirt oder beschmitzt", sollten sich gleichfalls in ihren .Häusern halten und nur der im Plätzergassenkloster zudem Zwecke durch den Herrn Pater Rector eingesetztenPriester bedienen. Todte mussten binnen 24 Stunden be-graben werden; erst nachher durfte der Leichendienst inder Kirche stattfinden. Der Vicepastor sollte die Leichen-predigten besonders bei Kinderbegräbnissen möglichst ein-stellen, jedoch blieb es Jedem unbenommen, genanntenVicekuratus für die alte Gebühr dazu zu bewegen. BeiKinderbegräbnissen soll nur mit der Sonntagsglocke ge-läutet, bei Begräbnissen Erwachsener zwar mit allen Glocken,aber nur eine Pause geläutet werden. Die armen Kran-ken sollen, damit sie zu Hause bleiben können, aus derSteufmehrschen sowie aus anderen Stiftungen so weit mög-lich unterstützt werden. ,,So wird ein Jeder sich darnach zurichten wissen", schliesst der Erlass, dem bereits am 10.September ein zweiter folgte (Mat. S. 522—523). In die-sem heisst es, dass Joh. Heinr. von Nicoll sich entschlossen,„Leib und Leben mit Visitirung aller Kranken, ob reich oderarm, mit seiner Medizin abzuwarten und seinen äusserstenFleiss darüber anzuwenden", und dass dies von allen Kanzelnverkündet worden sei. Die Bürger werden ersucht, zahlreicheGaben in die zu diesem Zweck in den Kirchen ausgesetztenKästlein zuwerfen, damit „den Armen und Unvermögendenan Leibs Unteimalt, sonsten auch nöthiger Medizin desto bes-ser assistirt und aufgewartet werden möge." Damit dieKranken besser gepflegt und die Todten schneller begra-ben werden konnten, wurden „weil die Warte- oder Zell-schwestern im St. Gertrudiskloster dazu insuffizient odernicht zahlreich genug sind", freiwillige Männer und Wei-ber gesucht, die sich beim Bürgermeister, den im Plätzer-gassenkloster eingesetzten Vätern der 'Gesellschaft Jesu