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auf die Befehle des Herzogs: die Truppen bestanden aufihrer Forderung und unterstützten sie durch eine Kanonade.Der Magistrat sah sich also gezwungen, die Stadt zu über-geben. Als der General Hatzfeld von diesem Vorfall Kundeerhielt, beschloss er, dem Magistrate die Schuld gebend,an Düren für die Missachtung der Neutralität Rache zunehmen. Ehe man es ahnte, stand er mit seinem raub-lustigen Heere unter den Mauern. Zu schwach, um sichgegen diese Macht mit einiger Aussicht auf Erfolg vertheidi-gen zu können, liessen die Hessen es geschehen, dass derMagistrat mit den Kaiserlichen in Unterhandlung trat.Durch die genaue Darstellung des Herganges gelang esdiesem, das der Stadt drohende Ungewitter abzuwenden.Die Besatzung kapitulirte, liess sich aber den freiwilligenAbzug mit 1000 Reichsthalern von der Bürgerschaft be-zahlen.
Bei dem steten Wechsel des Glückes und dem häufi-gen Tausche seiner Besitzer wurde Düren keine Erholungzu Theil. Der Sieger trat an den Platz und in die Fuss-stapfen des Besiegten: Katholiken und Protestanten be-wiesen gleich wenig Schonung. Die Bürgerschaft schmach-tete unter der Willkür räuberischer Besatzungen und Avurdedurch die aufeinander folgenden Schätzungen und Re-quisitionen fast erdrückt. Wurden die Auflagen nicht pünkt-lich entrichtet, so erfolgten militärische Exekutionen, diedas Vieh aus den Ställen und vom Felde wegtrieben undden Einwohnern den letzten Rest ihrer Habe wegnahmen.Ende 1643 überfiel der hessische Rittmeister Termaetenunsere Stadt wegen Verweigerung verlangter übermässigerKriegskontribution und schleppte mehrere Bürger als Gei-seln nach Neuss, wo das Hauptquartier der Hessen war.Nach langen Verhandlungen kam durch Vermittlung desHerzogs von Jülich mit dem Kriegskommissar Becker einVergleich zu Stande. Aber auch diese Vereinbarung wurdevon den Hessen nicht gehalten. Schon im April 1644überfiel Oberst Rabenhaupt 4 lothringische Regimenter beiDüren und bemächtigte sich des Lagers. Er wurde aberbald nachher von dem schnell herbeigeeilten Grafen