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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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von H. J. Werners S. 728 ff.) beginnen mit dem 13.März des Jahres 1628, an welchem Tage die ersten Väterder Gesellschaft Jesu Nachmittags gegen 5 Uhr in Dürenanlangten. Zunächst waren es zwei für die Mission be-stimmte Patres, welche dauernd in der Stadt sich nieder-liessen; ihnen wurde gegen Ende Oktober ein Laienbruderzur Verwaltung ihres Hauswesens zugesellt.

Von vornherein war das Augenmerk der Gesellschaftdarauf gerichtet, die Gemüther der Einwohnerschaft so fürsich zu stimmen und zu gewinnen, dass eine dauerndeNiederlassung ermöglicht wurde. Hierzu schien unter denübrigen Städten des Herzogthums Jülich gerade Dürenden Vätern der Gesellschaft Jesu vorzugsweise geeignet.Bei einer Einwohnerzahl von 900 Bürgern zeichnete essich aus durch Wohlhabenheit, Ansehen, günstige Lage,eine fruchtbare und reich bevölkerte Umgegend, in derauch der Adel nicht spärlich vertreten war. Den Haupt-vorzug Düren's jedoch erblicken die Annalen in dem Be-sitz der Reliquie der hl. Mutter Anna, die vor 126 Jahrenaus der Stephanskirche zu Mainz, wo sie nicht in gebüh-render Weise verehrt worden, hierher gebracht wurde.

Schon früher war in Düren der Wunsch nach einemKollegium der Gesellschaft Jesu entstanden; man erkanntehierin ein Mittel einerseits gegen die im Herzogthum Jü-lich vielfach herrschenden häretisch-schismatischen Bestre-bungen, anderseits zur Beförderung und Ausbreitungdes Kultus der hl. Mutter Anna.

Drei Jahre hindurch war Düren von der Pest heim-gesucht worden, die im Jahre 1627 auch mehrere Pfarrervon St. Anna sowie verschiedene Franziskaner in Aus-übung ihres Berufe's hinweggerafft. Da hielten einige Räthedes Herzogs Wolfgang Wilhelm die Gelegenheit für ge-kommen, die Väter der Gesellschaft in Düren einzuführen.Durch Vermittlung des Rektors der Düsseldorfer Resi-denz, der brieflich über die Sache unterrichtet worden,wurde an den Pater Provinzial Hermann Bovenk das Ge-such gerichtet, der fast verlassenen Kirche zu Düren deneinen oder andern seiner Patres zur Hilfe zu senden: ein