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Wilhelm. Mockel die Mauer und die Bollwerke am Ober-thor bedeutend erhöhen. Aber nicht nur die Befestigungs-werke Dürens erstanden neu aus Schuttund Asche, sondern auch die Privathäu-ser und öffentlichen städtischen Gebäude— abgesehen von dem bereits erwähntenRathhause — erhoben sich bald zu schö-nerer Wiederherstellung. Mancher stolzeGiebel aus der letzten Hälfte des 16.Jahrhunderts steht noch heute zum Zei-chen, dass Düren sich bald wieder zurBlüthe erhob, und 1563 wurde auch derNeubau der Annakirche, welche, währenddie Mariakirche ganz verschont gebliebenwar, sehr gelitten hatte, vollendet, wozunicht zum Geringsten der Umstand bei-trug, dass die Reliquie der hl. Anna zahl-reiche Fremde und Pilger herbeizog. Dieinteressantesten Giebelhäuser aus der Zeitkurz nach der Zerstörung der Stadt fin-den sich auf dem Markte (z. B. das Hausvon Fesenmeyer aus dem Jahre 1555),auf dem Ahr weilerplatz (Giess 1571), in der Ober-strasse (Becker 1598), sowie in der Philippstrasse (alteRealschule). Die städtische Mühle (Rossmühle) am Ahr-weilerplatz (damaliger deutscher Kirchhof) wurde 1589neu erbaut, später aber in das städtische Kornhaus nebendem Stadthof in der Philippstrasse verlegt. Neben derstädtische]i Mühle am Ahrweilerplatz lag die „Wollküche",die städtische Wage, auf der alle zum Verkauf eingeführ-ten oder ausgeführten Waaren, insbesondere alle Frucht,ehe sie gemahlen werden durfte, wie auch alles Mehl, wel-ches zur Stadt gebracht wurde, gewogen werden mussten.(Jetziges Stadtbauamt, früher Annapfarrschule.) Das Korn-'haus diente zum Aufbewahren der Früchte für den Fallvon Kriegs- und Hungersnoth, überhaupt zur Verhütungvon Theuerung. Das noch heute erhaltene Gebäude, wel-ches in den- französischen Zeiten später als Lazareth, bis