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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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8. Wiederaufbau und Entwicklung der Stadt.

Die Jülicher Fehde (1543) hatte wie die HauptstadtDüren so das ganze Herzogthum Jülich an den Band desVerderbens gebracht. Wie gross die Erschöpfung des Lan-des war, geht u. A. daraus hervor, dass der Herzog vonJülich ans seinem eigenen Silbergeräthe Geld machen liess.Wie gewöhnlich bei solchen Nothmünzen, liess er die Stückeviereckig hauen und den Werth zu 1 Thaler (Reichsmünze)herstellen. Auf der einen Seite ist der Jülicher Löwe zwi-schen den Zahlen 4 und 3 aufgeprägt. Im 16. Jahrhun-dert wurden, nachdem Ende des 14. Jahrhunderts die erstenMünzen mit Jahreszahlen vorkamen, die beiden erstenZahlen ganz ausgelassen, sodass auf der Nothmünze dieZahl 43 die Jahreszahl (15)43 bezeichnet. Die DürenerBürger wandten sich an den Magistrat mit der Vorstellung:,,class sie mit Verlierung' der Eltern, Weib und Kind, Baar-schaft, Geräthe und Leibesnahrung unschuldiger Weisedermassen verhergt, verjagt, verfolgt, verbrannt und A r er-dorben, dass sie sich mittlerzeit von erlittener Bedrängniss,Benöthigung und Beraubung kaum erhoben und sie kaumsoviel mit sauerem Schweiss und Arbeit aufbringen könnten,dass sie sich sammt Weib und Kind Hungers und Kum-mers erwehren könnten." Auf Vorstellung des Magistratserliess daher der Herzog von Jülich im Jahre 1544 derStadt die Zahlung der Monatsgelder auf 6 Jahre, damitdadurch der Wiederaufbau der Stadt sowie die Zahlungder durch den Krieg der Stadt erwachsenen Schulden er-möglicht werde. In der Eingabe des Magistrats wird ge-sagt,dass wir in diesen gefährlichen vergangenen Kriegs-läuften vor allen andern Städten Ihrer Fürstlichen Gnadendurch die Burgundischen zwei Jahre lang befehdet worden,mit Auferlegung der Knechte grosser Beschwerniss, drei-mal belagert, zum letzten durch Kaiserlicher Majestät Kriegs-volk; Alles, was wir gehabt, verloren, gefänglich wegge-führt, unser Leib und Leben wiederum gelden müssen, ver-brannt, verjagt in Elend, wie arme Bettler umlaufend."Die rührige Thätigkeit der Dürener, die hülfreiche Unter-stützung seitens des Herzogs sowie der benachbarten Herr-