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den und Vicebürgermeister von Düren, das Endnrtheü desrömischen Stuhles. (Urkunde Mat. S. 273—278.)
Papst Julius II. entschied in einer Bulle vom 18.März genannten Jahres, dass das St. Anna-Haupt immer-während in Düren zur Verehrung bleiben, und letzteresvon allen Kirchenstrafen und dem Interdict befreit seinsolle. Die Verkündigung dieser Bulle wurde den Pröpstenvon St. Martin in Kerpen und von St. Adalbert in Aachen,sowie dem Dekan von St. Georg in Köln übertragen. Das Anna-haupt bildete fortan den Anziehungspunkt zahlreicher Pilger,zumal in jedem siebenten Jahre, wo gleichzeitig die Aache-ner Heiligthumsfahrt stattfand, und selbst aus Ungarn Pro-zessionen erschienen. Alle möglichen Schmuckgegenständewurden am Brusthilde der hl. Anna geopfert. Christiernus,König von Dänemark, schenkte eine silberne Krone, HerzogWilhelm von Jülich eine neue Chorkappe mit silbernemSpannwerke, 1580 schenkte die unglückliche Jacobe vonBaden ihr Brust- und Halsgeschmeide, 1621 liess FürstWilhelm von Pfalz-Neuburg zwischen Annaschrein undHochaltar eine herrliche silberne Gotteslampe aufhängen.Der Annakasten stand ehedem in der Mitte des Hauptschiffesder Kirche, etwa wo jetzt die Kommunionbank steht. Unterdem Pfarrer Kohlhaas kam er an die linke Seite des Hoch-altars, jetzt steht er, unter dem heutigen hochw. Oberpfarrerund Dechanten Lohmann neu renovirt, in der Marienkapelle.Seit der Ueberbringung wird zweimal im Jahre das Fest zuEhren der hl. Anna gefeiert, im Januar das Fest der Ueber-bringung der Reliquie, im Juli der Gedächtnisstag des Todesder hl. Anna. Die Verehrung der hl. Anna wurde hierselbstbesonders noch gefördert durch die Stiftung von 7 Kanonika-ten bei hiesiger Kirche sowie durch die Gründung der Anna-bruderschaft. Der Landgraf Wilhelm von Hessen, welcher1511 in Düren weilte, machte auf Anregung des PfarrersHildebrancl eine Stiftung für 4 Kanoniker an der St. Anna-kirche, welche Herzog Johann von Jülich 1513 bestätigte;Hildebrancl selbst gab ein Kapital von 12500 Goldgulden,welches ihm dieStadtMastricht schuldete, zur Stiftung zweierweiterer Kanonikate. Ein gewisser Klotz stiftete das sie-