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lieh für die übrig gebliebenen Konventualen des Wil-helmitenordens, deren Kloster im Jahre 1536 abgerissenworden, erbaut hatte.
Als Grund des vorerwähnten Tausches wird in der her-zoglichen Urkunde (Mat.-S. 47—48) angeführt, dass dasneue Pfarrhaus der Kirche näher und bequemer gelegen,dagegen das alte ihm, dem Herzoge, nützlicher sei, weiles nahe bei seinem Hofe, der Rentmeisterei, gelegen.Dieses Pfarrhaus auf dem Höfchen wurde im Jahre 1823wegen Baufälligkeit abgerissen, und dann wurde aus denGeschenken der städtischen Einquartierungsgelder an seinerStelle das jetzige erbaut,d) Das Franziskanerkloster an der Philippstrasse.
Grosse Bedeutung kommt unter den hiesigen Klösternauch dem Franziskanerkloster Bethanien mit der heutigenPfarrkirche von St. Maria, noch heute im Volksmunde nachden Franziskanern benannt (daher der Name Franziskaner-strasse), zu.
Wenn die Franziskaner auch das eigentliche Studiumder Wissenschaften als menschliche Eitelkeit betrachteten, sovernachlässigten sie doch keineswegs den zum praktischenLeben nöthigen Unterricht, sie errichteten vielmehr überallauf dem Lande Volksschulen. In den Städten, z. B. hierin Düren, in Linnich sowie in Nideggen unterhielten sieLateinschulen, und in Aachen hatten sie sogar, wie auchan anderen Orten, einen Lehrstuhl für Theologie.
Aus dem Franziskanerorden ging später als striktereObservanz der Kapuzinerorden hervor (1635), welcher auchhier ein Kloster gründete, und zwar im heutigen altenGymnasium, noch heute im Volksmunde nach den Kapu-zinern benannt.
Das Franziskanerkloster Bethanien an der Philipp-strasse wurde mit Unterstützung des Herzogs von Jülich,des Freiherrn von Merode und besonders der Grafen vonManderscheid 1459 erbaut; die Franziskanerkirche wurdedurch den Kölner Weihbischof am 29. Juni 1470 einge-weiht. 1484 erbauten die Franziskaner ein Krankenhaus.Am 10. Oktober 1491 erfolgte die Weihe der Kapelle des