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vor derselben, dazu müssen besondere Gründe vorhandengewesen sein. Herzog Wilhelm war Patron des Klosters.Seine Vorfahren hatten dasselbe gebaut. Er hatte alsozunächst die Pflicht, für den Neubau zu sorgen. Nunhatte aber Wilhelm V. kein grösseres Bestreben, als dievielen Klöster in seinen Landen aufzuheben; von ihm waralso in dieser Beziehung gewiss nichts zu erwarten, viel-mehr verschenkte der Herzog den Grund und Boden desKarmelitenklosters zur Aufbesserung der Kompetenz desPfarrers der St. Annakirche. Das Terrain des Klostersbildete die späteren sog. Pastoratsgärten, die in den letz-ten Jahren als Baustellen verkauft wurden. Die Rentendes Klosters wurden, sofern sie überhaupt noch beizutrei-ben waren, den Stiftsherren von Jülich zugewandt.
Der letzte Prior, Albertus Köninck, und zwei seinerMitbrüder bezogen die Dürener Pastorat in der Paphen-gasse, jener als Pfarrer, diese als seine Kapläne. AlbertusKöninck, der Nachfolger Hildebrand's im Pfarramte, starbam 3. Mai 1563. Ein anderer Dürener Karmelit, WilhelmPelzer, ging als Pfarrer nach Birkesdorf. Das KlosterAvurde bald nach der Zerstörung ganz abgebrochen; dieSteine desselben wurden zur Anlage A*on Befestigungenhinter der Rentmeisterei benutzt. Die Paramente und Ge-rätschaften kamen theils in die Pfarrkirche, theils wurdensie an benachbarte Kirchen verschenkt.
Das Pfarrhaus befand sich in den ältesten Zeiten aufdem Hühnermarkte. Unter dem Pfarrer Hildebrand wurdedie Pastorat nach der Paphengasse verlegt. Nach demBrande a t oii 1543 wurde die Pastorat dortselbst A\ r iederaufgebaut, und der Pfarrer Albertus Köninck kauftean der Seite der neu erbauten PfarrAvohnung ein StückLand, AA'orauf er ein Vikarie-Haus für seine zAA'ei Vikarebaute. Dieses diente in späteren Zeiten den Jesuiten alsKrankenhaus für ihr Kollegium. Das Pfarrhaus wurdespäter A r eräussert. Nach einer Urkunde vom 1. Juni 1571hatte nämlich Herzog Wilhelm von Jülich der Stadt Dü-ren für das alte Pfarrhaus in der Paphengasse ein aufdem Höfchen gelegenes Haus gegeben, Avelches er Ursprung-