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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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nur die Rede von dem Kloster der Brüder der seligstenJungfrau Maria vom Berge Karmel. Das Einzige, wasvielleicht noch an die Sakramentskapelle erinnerte, wardas alte Klostersiegel, auf dem ein Priester dargestellt ist,wie er bei der Wandlung in der hl. Messe das hl. Sakra-ment erhebt. In den deutschen Urkunden seit dem An-fange des 15. Jahrhunderts wird das" Kloster immerdas Gotteshaus, Goitzhuyss, vor den Mauern der StadtDüren genannt. Auf diese Bezeichnung deutet wahrschein-lich das andere Siegel hin, dessen das Kloster sich be-diente. Auf diesem ist eine Kirche dargestellt, vor welcherein geharnischter Ritter kniet, den der hergegebene Wap-penschild als den Herzog von Jülich, den Stifter der Kircheund des Klosters, bezeichnet. Da in der Stadt Düren so-wohl als in den benachbarten Ortschaften überall altePfarrgemeinden bestanden, in denen es an Geistlichen nichtmangelte, so konnte für die Karmeliten, von dem DorfeDistelrath, welches ganz von ihnen pastorirt wurde, abge-sehen, in der Seelsorge nur yon einer untergeordnetenThätigkeit die Rede sein, welche sich ausserhalb der eige-nen Klosterkirche auf die Aushülfe im Beichtstuhl und aufder Kanzel beschränkte. Wichtiger war die Thätigkeit inder Schule.

Die Dürener Karmelitenschule ist die älteste Latein-schule der Stadt und der ganzen Gegend. Mit derselbenwar im 15. Jahrhundert auch eine Volks- oder Kinder-schule verbunden. Eine solche deutsche Trivialschule gabes auch in der Stadt schon vor dem Jahre 1441. Nachder Auflösixng des Karmeliten-Klosters übernahmen dieFranziskaner (Minoriten) den Unterricht in der Latein-schule. Im Jahre 16-36 ging diese Schule auf die Jesuitenüber, und nach manchen Wechselfällen ist im Jahre 1827endlich das heute noch bestehende Gymnasium aus der-selben hervorgegangen. Die Dürener Stadtschule, in wel-cher auch lateinischer Unterricht ertheilt wurde, scheinterst nach dem Jahre 1543 in's Leben getreten zu sein,aber neben der Klosterschule keine besondere Bedeutungerlangt zu haben.