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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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in der Umgegend die Gaben, welche grösstenteils aus Le-bensmitteln bestanden. Das Ueberflüssige erhielten dieArmen. Damit nun aber im Almosengeben Ordnung herrsche,war um jedes Kloster ein Termin, eine Grenze gezogen,über welche die Brüder nicht hinausgehen durften. Dahererhielten die Ausdrücke: Termin, den Termin gehen, ter-miniren, die Bedeutung von Almosen und Almosen sammeln.

Auf dem am 26. April 1360 in Köln versammeltenProvinzialkapitel wurde auch der Bezirk festgestellt, inner-halb dessen die Brüder des neu errichteten Dürener Kar-melitenklosters den Termin abhalten sollten. Die äusser-sten Orte, in denen noch gesammelt werden durfte, waren:Blatzheim, Bergerhausen, Manheim, Buir, Morschenich,Ellen, Ober- und Niederzier, Oppendorf, Müllenark, Sel-gersdorf, Pier, Langerwehe, Bergstein, Heimbach, Hausen,Blens, Abenden, Vlatten, Nideggen, Wollersheim, Soller,Vettweiss, Kelz, Gladbach, Lüxheim, Eggersheim, Irres-heim, Hochkirchen, Nörvenich und Bolheim.

Waren die Karmeliten auch zunächst auf die Almosenangewiesen, welche ihnen im Termin gespendet wurden,so bildete sich, daneben doch sehr bald durch Vermächt-nisse und Schenkungen ein regelmässiges und festesEinkommen. Da dasselbe, wie überall, so auch in Dürenbedeutend war, ist der Beweis geliefert, dass das Volk dieWirksamkeit seiner Mönche auch hierorts zu schätzenwusste. Die meisten Schenkungen sind einfach zum Heilder Seelen, pro sahite animarum, ohne jede Bedingung, essei denn die des Gebetes für die Wohlthäter, gemacht.Stiftungen mit der Verpflichtung zu Gegenleistungen ge-hören zu den Ausnahmen.

Die reichen Benten, in deren Besitz das Dürener Kar-melitenkloster bald nach seinem Entstehen gelangte, warengeeignet, den Bestand desselben für die Zukunft zu sichern,zumal auch der nicht zu unterschätzende Termin in einermit irdischen Glücksgütern gesegneten Gegend hinzukam.

Mit der Uebergabe an die Karmeliten verschwand derbis dahin gebräuchliche Name der Sakramentskapelle. Inden lateinischen Urkunden des 14. Jahrhunderts ist stets