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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
Seite
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Bogen. Die Mauer ist grösstentheils von hartem Sandsteinaufgeführt, während die darin angebrachten und theilweisenoch heute stehenden Thürme meist aus Ziegelsteinen erbautsind. An der Seite nach der Stadt zu sind Schwibbogenvon Ziegelsteinen gebaut, und oberhalb dieser ist ein Gangin ungefährer Höhe der Mauer, von wo aus die Stadt durchdie angebrachten Schiessscharten vertheidigt wurde. Aufder Mauer standen früher hin und wieder Wachthäuschen.Ausser den zur Seite der fünf Hauptthore früher befind-lichen Thürmen, die keinen besonderen Namen führten, sindim Ganzen elf starke Thürme in der Ringmauer angebrachtgewesen. Im Inneren derselben befinden sich mehrere Ge-wölbe übereinander und nach aussen zu Schiessscharten.Das unterste Gewölbe diente als Kerker, in welchen dieGefangenen an Seilen heruntergelassen wurden. Rechtsvom Oberthor steht der Spiessenthurm oder diegraueMutz" vom Ende des 15. Jahrhunderts, welcher als Ge-fängnissthurm für Soldaten diente und noch heute die Spu-ren früherer Angriffe an sich trägt. Weiter rechts stehtder dicke Thurm, links vom Holzthor das Grönejansthürm-chen, rechts vom Holzthor der Pulverthurm (a. d. Jahre 1493).Ende des 15. Jahrhunderts werden wohl die meisten Thürmeerbaut worden sein, so auch der Münchenthurm links vomPhilippsthor, das Weiler-Rondel in der Nähe des Wirtel-thores, der Plätzergassenthurm, der Scheffen- oder Pasto-ratsthurm neben dem Durchbruch der Spülgasse durch dieStadtmauer (im Herbst 1894 abgebrochen) und endlichder Amtmanns- oder Herrenthurm hinter dem Waisen-hause, der ehemaligen Rentmeisterei. Ausserdem gab esnoch bei dem Wirtelthor in der Nähe der früheren sog.Wirteltränke das Bocksthürmchen, ein Gefängniss für Ver-brecher, welches in derJülicher Fehde" 1543 zerstörtund dann nicht wieder aufgebaut wurde.

Die fünf Hauptthore waren Doppelthore mit starkeneisenbeschlagerien Thorflügeln; südlich das Oberthor, west-lich das Holzthor, nördlich das Philippsthor, nordöstlich dasWeiler-, Wilre- oder Wirtelthor, östlich das Kölnthor. Allewaren mit hohen, spitz zulaufenden Dächern versehen,