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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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Im Anfange des 16. Jahrhunderts bezogen der Bür-germeister und die Raths-Mitglieder von der Stadt ein Ge-halt; der Bürgermeister erhielt täglich 21 Albus 9 Heller,der Beisitzer 17 Albus, ein Rath 5 Albus 2 Heller, einSiebenter 2 Heller, der Secretair 6 Albus 3 Heller fürjeden Tag ihrer Amtstätigkeit als sog. Rathsheller.

Der Bürgermeister war Empfänger der Gemeindegel-der. Die Verausgabung zu bestimmen, blieb, wenn dieSumme höher als 10 Rthlr. war, dem Rath belassen. DerBürgermeister hatte die Aufsicht über die städtischen Bau-ten, die Sorge für die Instandhaltung der Festungswerke,Thore, Brücken u. s. w. Er musste bei Aichung des Ge-wichtes zugegen sein, nur auf seinen Befehl durfte beifeindlichen Einfällen die Sturmglocke gezogen werden; erhatte die Bewachung der Mauern, der Thore und des Thur-mes anzuordnen und bei kirchlichen Feierlichkeiten dieStadt zu vertreten, bei Ankunft der Fürsten und bei feind-lichen Ueberfällen in früheren Zeiten die Bürger zu be-waffnen sowie dieselben im Waffenhandwerk zu üben undzu besichtigen. Ihm mussten jeden Abend die Schlüsselder Stadtthore überreicht werden, was der Pförtner, beglei-tet von der Bürgerwache, besorgte. Vor Abblasen desThurmwächters und Anmarsch der Rottmeister und Wäch-ter durften die Thore Morgens nicht geöffnet werden.

Nach Art. 11 der Polizei-Ordnung der Stadt Düren,welche zwischen dem Fürsten und der Stadt am letztenOktober 1556 kontraktmässig aufgerichtet worden, musstendie neugewählten Alträthe dem Fürsten zur Bestätigungpräsentirt werden. Die Räthe schwuren bei ihrem Amts-Antritte einen feierlichen Eid.

Bürgermeister von Düren war 1500 Frambach vonBirgel, 1504 Reiner Bock von Golzheim, 1505 Johann vonThurre, 1514 und 1550 Franz Bach, 1520 Gerhard Har-per, 1539 Christian von Caster, 1543, 1548, 1554 RitterFranz von Meisheim. Neben dem Bürgermeister warenals städtische Beamte thätig der Stadtbaumeister, dieArmenprovisoren, der Armenkoch, die vereideten Land-messer, die Feldgeschworenen oder sog. Hunnen, 2 Feld-