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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
309
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»e?/en Pflanzen können leichtlich vermehretdie^ wann man im Herbst ihre Nebenschossen,^>vei^ Muffig treiben, abnimmt, und sie rei-Tchuk ^ Schuh weit, und in den Reihen einenPflan,.' ^,r von einander, in eine Baumschulede» aber beobachtet, daß man den Bo^

»ild 'önen beständig vom Unkraut reinige,^dain ^^'ühlmg etwas umgrabe und auflocke,^chle,- ^ Wurzeln der Pflanzen um so vielk kg n^^kiten können. In dieser Baumschu-len k Jahre stehen lassen, worauf die-^iben c» versetzet werden können , wo sieMiller 9 a . ^ Quartiere»^stwalder, oder unter klampenweis beysam-men blühende Stauden; wobey zu beob,man sie unter solche Staudensortengelq^x^ gleiches Wachstum haben: dann in En»?^sen selbige selten über sechs oder sieben«Zt , die kleinere Sorte aber erlangt nurschx ?on drey bis vier Schuhen. Sie sind^°dcn ""d können also in jeden Ort oderder^ ^«pflanzet werden, brauchen auch keiner an,Re Mng, als daß man die Nebenschossen^sckn-> wegnehme, und das abgestandene Hol;

l,is. ^ ^uch sie im Sommer vom UnkrautÄZlir.-, >/ alle winrer aber den Boden um dieliq^ ^berum etwas aufgrabe, welches dieselben>li ihx^ und blühen macken wird. Im May^^thezeit, und bey kühler Witterungblei-^ zu Anfang des Iunti schön. Jh«

»>ii> rächen fast wie die Pomeranzenblüthe,^ haben sie den englischen Namen klock-»derA bann sie aber zu sehr eingeschlossen sind,'>»ea."^man zu nahe bey ihnen ist, so haben sieÄlnn,. unangenehmen Geruch, den das Frau«vertragen kan; in freyer Lufft aberGeruch nicht so widerlich.

^ Der Charaeeer ist:

^ röhricbte Blume so aus einem Vlär«welches sich oben ausbreitet und^e^'^edene Theile gerheilee ist. Aus demder Llume entspringt ein Scempfel,> "bar Frucht wird, welche zwey Zel-

nach der Länge öffnen, und mir^e, ^aamen angefüllet sind, den einheisch umgiebt.

, ^ Die Sorten sind:

IzAefcens, cittii koliÜ! vn^^."tqna Milchichte Tabernä,

°>«t. ^» mit dem wellenweisformirten Citronen»

^ lzAclcenz, lauri foiiokin-

rorunclioribus. ttoust. Die mil,^Iser ^^krnämoutana, mit dem Lorbeerblat,otume und runder Schote.

ASorten ist in der JnselIamai,di« ^ andern Orten der warmen

gemein, wo sie bey funfzehettM Schuh hoch wird, und einen glatten^ramm hat,;, der mit.einer weiölichren'' Th.ii.

zos

Rinde bedecket ist. Oben an dem Stamm kom-men die Aeste Herfür, die irregulär, und mit glan,zenden grünen Blättern besetzet sind. An dem Stieldieser Blätter wachsen die Blumen, so gelb undunvergleichlich wohlriechend sind. Auf diese Blu-men folgen zwey gabelförmige Schoten, in welchender Saame enthalten. Dieses Pflanzengeschlechtkommt mit dem Oleander ziemlich überein, »st auchvon einigen botanischen Scribenten dazu gerechnetworden; alleine an dem Saamen dieses Geschlech-tes hängt keine Wolle, wie am Saamen des Ole-anders, und da selbiger in einer weichen, fleischigenSubstanz eingeschlossen: so hat Pater Plumirr einneues Geschlecht daraus gemacht dem Doct. Iq-cob Theodor zu Ehren, welcher von Sergzabernim Zweybrückjchen, wo er gebohren war, Tabers-namomanus genennet wurde. Er war einer derbesten Botanisten seiner Zeit, und gab 's ozu.Lranckfurc ein Buch in länglicht Quart heraus, i»welchem die Abbildungen von tausend, zwey hun>dert und fünfzig Pflanzen befindlich.

Die zweyte Sorte hat D. W.Houstoun zu Ve-racru; entdecket, und den Saamen davon nach En-geland gesendet, aus welchem verschiedene Pflanzen,gezogen worden.

Becde wollen die Kälte gar nicht vertragen, da-her sie auch in diesem Land nicht sor!kommen> wannsie nicht in einem warmen Glashaus stehen. Man.kan dieselben aus dem Saamen ziehen , den manbald im Frühling in ein Mistbeet säen soll. Waimhernach die Pflanzen aufgegangen, mus man selbüge sorgfältig in kleine Topjfe versetzen, dic mit leich,ter, fetter Erde angefüllet sind, und hernach in eissMistbeet aus Gerberloh eingraben, bey der Tages»-hiize aber sorgfältig im Schatten halten, bis sie neueWurzel bekommen. Nachgehends mus man ihr-nen alle Tage, wann warmes Wetter ist, frischeL'ufft geben; wären aber die Nächte kalt, so müssen'die Fenster des Mistbeetes alle Abend, so bald dieSonne vom Beet weggehet, mit Matten bedecketwerden. Diese Pflanzen wollen öffterS begossenseyn, doch mus man ihnen nicht zu viel Wasser aufeinmal geben, sonderlich wann sie noch jung sind :dann da sie voll milchichten Saffres stecken, so fau-len sie gar gerne, wann dieselben zu nas gehaltenwerden.

Den Sommer hindurch können die Pflanzen imMistbeet bleiben, wann änderst die Loh umgerühret^und etwas frische darunter gemischet wird, umdie abnehmende Wärme wieder zu verneuern; umMichaelis aber, wann die Nachre kalt zu werdenanfangen, mus man die Pflanzen wegnehmen undins Glashaus, in das Lohbeet, bringen, woselbstsie den N)mrer über, in temperirter Wäune gehab-ten, und »m kalten Wetter nur wenig begossen wer-den sollen, weil sie sonst faulen würden. Da diesigPflanzen zu iarr sind in diesem Land in freyer Luff/5»u bleiben, so soll man sie bestandig im Glashauslassen, wo man ihnen in warmen Wetter, du^hOeffnung der Fenster des Glashauses, frische Lusstgeben kan, in kaltem aber müssen sie warm gehab enwerden. Bey dieser Wart werden die Psw-zenwachsen und blühen; da sie auch immergrün blei-ben, so machen sie unter andern zarten auslandischenPflanzen, un Glashaus, eine anmuthige Manoia»faltiqkeit.

. Es können diese Pflanzen auch den Sommerüber durch abgeschnittene Zweiglein vermehret wer,den, die inan von den alten Pflanzen nimmt, undim Glashaus fünf öder sechs Tage liegen lässt,daß sie trocken werden ehe man sie einsetzet, undHi ii der